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„Haben immer Ruhe bewahrt“

Schirmt den Ball geschickt ab: Eintrachts Seung-Woo Ryu schoss das 1:0 gegen Aalen. Foto: Hübner

2. Fußball-Bundesliga: Durch den 2:1-Sieg gegen Aalen hat Eintracht Anschluss nach oben.

Von Elmar von Cramon, 04.11.2014.

Braunschweig. Nach dem 2:1-Heimerfolg gegen den VfR Aalen dürfen sich Eintrachts Zweitliga-Kicker über eine „perfekte Woche“ freuen.

Drei Siege in nur sieben Tagen ließ die Blau-Gelben in der Tabelle auf einen einstelligen Platz klettern sowie zum ersten Mal seit 2005 in die dritte Runde des DFB-Pokals einziehen, wo im März Bayern München wartet.
„Wir haben intern immer Ruhe bewahrt und mit der Mannschaft nach Lösungen gesucht. Durch einige Veränderungen sind wir letztlich belohnt worden“, freut sich Torsten Lieberknecht über die makellose Bilanz der Vorwoche, nachdem sein Team zuvor zweimal nicht gewonnen hatte.
Durch den Sieg gegen Aalen haben die Löwen nun plötzlich Anschluss nach oben, auch wenn der Eintracht-Coach die verbesserte Ausgangsposition nicht überbewerten will: „Wir werden uns davon nicht blenden lassen, genau so wenig, wie wir uns zuvor von den Niederlagen haben schocken lassen.“
Wie schon in den vergangenen Wochen gab es einige überraschende Ergebnisse; für Lieberknecht ein Beleg dafür, dass die vielzitierte Ausgeglichenheit der Liga keine temporäre Erscheinung ist: „Es zeigt sich, dass viele Vereine auf der Suche nach Konstanz sind, das hält die Konzentration an jedem Spieltag hoch.“
Innerhalb seines Teams gab es ebenfalls Überraschungen. Die Torschützen Seung-Woo Ryu und Dennis Kruppke hatten sich in den Vorwochen schwergetan, traten Sonntag aber spielentscheidend in Aktion: „Es freut mich natürlich für die Jungs, insgesamt aber auch für die Mannschaft. Es ist ein Zeichen, dass jeder eine Chance besitzt“, so Lieberknecht Das traf auch auf Matthias Henn zu, der für den erkrankten Marcel Correia auf dem Platz stand und eine ordentliche Partie zeigte. In der Innenverteidigung waren Lieberknechts Improvisationskünste zuletzt öfter gefragt, zumal Sonntag Saulo Decarli (Reha) und der kurzfristig erkrankte Deniz Dogan fehlten.
Der Koreaner Ryu krönte seine gute Leistung mit seinem ersten Saisontor. Die Frage, ob der 20-Jährige, der bis zum Winter von Bayer Leverkusen ausgeliehen ist, eventuell länger verpflichtet werden kann, ist für Lieberknecht momentan nicht aktuell: „Bis zur Winterpause ist die Sache geregelt, dann erwarten wir Jan Hochscheidt zurück und sehen weiter.“ Mit Hochscheidt ist der 41-Jährige sehr zufrieden: „Er liegt mehrere Wochen vor seinem Plan, wir wollen aber nichts überstürzen.“ Noch arbeitet der Offensivmann mit Reha- und Athletikcoach Jürgen Rische an seinem Comeback.
Nächstes Wochenende treten die Löwen bei Hochscheidts vorherigem Arbeitgeber Erzgebirge Aue an, der sich wie Eintracht zuletzt stabilisierte und unter Neucoach Tomislav Stipic jüngst in drei Ligaspielen unbesiegt blieb: „Gerade nach dem Trainerwechsel sollte man Aues Team nicht nur auf seine Kampfstärke reduzieren. Es wird dort eine ganz schwere Aufgabe und ein intensives Spiel“, weiß Lieberknecht.
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