Anzeige

„Haben harte Nuß geknackt“

Hier noch skeptisch: Lieberknecht und Co-Trainer Scholtysik. Foto: SH

Eintracht-Coach zufrieden mit dem 2:1-Heimsieg gegen Würzburg.

Von Elmar von Cramon, 09.08.2016.

Braunschweig. Mit dem 2:1-Erfolg gegen die Würzburger Kickers sorgte Eintracht für den wichtigen Sieg zum Auftakt und lieferte Torsten Lieberknecht die trotz erfolgreicher Vorbereitung dringend notwendige Standortbestimmung zu Saisonbeginn.

„Wir wussten, dass wir Favorit waren und der Gegner unbequem zu spielen ist“, erklärt der Eintracht-Coach, der hier und da noch „Luft nach oben“ sah. „Bis zum Gegentor haben wir ordentlich gespielt, danach ein wenig die Ordnung verloren. Insgesamt können wir zufrieden sein diese ‚harte Nuß‘ geknackt zu haben.“

Julius Biada, Gustav Valsvik und Quirin Moll, die als neue Spieler allesamt in der Startelf auftauchten galt es laut Lieberknecht zunächst „ihre Nervosität in den Griff zu bekommen“, was allen erfolgreich gelang. „Sie haben alle zur guten Mannschaftsleistung beigetragen“, lobt Lieberknecht, der besonders mit der Entstehung der beiden Treffer zufrieden war: „Beim 1:0 haben wir gut im Gegenpressing agiert das zweite Tor entstand durch gutes Verhalten in der rechten Verteidigung.“ Hier hatte Phil Ofosu-Ayeh den Zweikampf mit Konkurrent Jan Hochscheidt nur hauchdünn für sich entschieden und gehörte gemeinsam mit Patrick Schönfeld zu den auffälligsten Akteuren. Beide hatte Lieberknecht aufgrund ihrer Karriereverläufe als „Profis auf dem zweiten Bildungsweg bezeichnet“, die sein Vertrauen zum Auftakt nicht enttäuschten. „Beide haben sich für diese Saison individuell etwas vorgenommen“, war der 43-Jährige zufrieden, sah aber auch Verbesserungspotenzial: „Phil kann offensiv noch mehr, und Patsche ist mir defensiv manchmal etwas zu sorglos.“ Laut Lieberknecht steigerte sich Schönfeld bei seinen vorherigen Cubs nach Startproblemen stets signifikant. „Dieses Muster konnten wir auch hier beobachten, nun sieht er sich in der Verantwortung“, so der Coach im Bezug auf den defensiven Mittelfeldmann, der den Vorzug gegenüber Mirko Boland und Adam Matuschyk erhielt: „Die anderen sind aber nicht außen vor. Bole hatte während der Vorbereitung mit einer Verletzung zu kämpfen, auch Adam kann sich für die noch folgenden 33 Spieltage empfehlen. Wir haben in dieser Saison die von uns gewollte, hohe Leistungsdichte.“

Diese wird sich im Abwehrbereich weiter erhöhen, denn nach seiner abgelaufenen Sperre steht Ken Reichel im kommenden Auswärtsspiel am Samstag um 15.30 Uhr beim FC St. Pauli wieder zur Verfügung. Danach läuft auch Saulo Decarlis Sperre ab, der genauso ins Team zurückdrängt wie Kapitän Marcel Correia. Dieser soll allerdings behutsam aufgebaut werden. „Das Spiel in St. Pauli kommt noch zu früh. Er braucht vor allem Wettkampfpraxis, die wir ihm gegebenenfalls über die U23 verschaffen wollen“, so Lieberknecht, der die Elf vom Millerntor in exzellenter Verfassung erwartet: „Beim 1:2 in Stuttgart hätten sie eigentlich als Sieger vom Platz gehen müssen.“
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.