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„Habe immer an mich geglaubt“

Fußball: Für Ken Reichel läuft die Saison gut.

Von Elmar von Cramon, 05.09.2012

Braunschweig. Besser hätte die Saison für Eintrachts Ken Reichel bislang nicht laufen können: Der Linksverteidiger gewann mit seinem Team alle Zweitliga-Punktspiele und erreichte auch die zweite Runde im DFB-Pokal.

Beim jüngsten 3:0-Auswärtssieg gegen den VfR Aalen steuerte er zudem zwei Vorlagen bei, genauso viele wie ihm zuvor in insgesamt in 36 Zweitligaeinsätzen geglückt waren: „Wir haben auf einen guten Start gehofft, dass es so gut läuft, ist umso schöner. Mir persönlich kommt unsere Spielweise sehr entgegen. Wir stehen relativ hoch, sodass ich leichter Gelegenheit habe, nach vorne Akzente zu setzen“
Seit 2007 steht der gebürtige Berliner im Eintracht-Kader, begann zunächst als Innenverteidiger und sicherte sich in der Rückrunde 2009/10 endgültig den Stammplatz auf Linksaußen. Diesen gab er bis auf kleinere Auszeiten nicht mehr ab: „Ich habe immer an mich geglaubt und bin froh, dass der Trainer mir das Vertrauen geschenkt hat, auch wenn mal ein schlechtes Spiel mit dabei war.“ Das Festhalten am 25-Jährigen zahlte sich auch statistisch aus, denn kaum ein Eintracht-Spieler kann eine ähnliche Konstanz vorweisen. In der abgelaufenen Saison war Reichel der Spieler mit den meisten Einsatzminuten und schaffte es mit extrem kurzer Anlaufzeit, sich erfolgreich in der 2. Liga zu etablieren: „Man merkt schon, dass bei einzelnen Teams oder einzelnen Akteuren die Qualität höher ist als in der 3. Liga, insgesamt sind die Spiele schneller und körperbetonter, was mir allerdings entgegenkommt“, beschreibt er die Unterschiede zwischen den beiden Spielklassen.
In der 2. Liga stehen in dieser Saison auch zwei Mannschaften aus Reichels Heimatstadt: Während sich Hertha langsam an die Spitzengruppe herantastet, bleibt Union Berlin bislang hinter den Erwartungen zurück: „Beide Teams stehen unter enormem Druck. Von Hertha wird der Aufstieg erwartet, auch bei Union sind die Erwartungen gestiegen.“ Beiden traut er allerdings noch eine Steigerung zu: „Ich denke, dass Hertha um den Aufstieg spielen wird und Union am Ende auf einem einstelligen Tabellenplatz landet.“ In jedem Fall freut er sich auf die Duelle mit den Hauptstadt-Teams: „Auswärtsspiele in Berlin sind etwas Besonderes für mich, weil meine Familie und meine Freunde im Stadion sind.“ Mit seiner Mannschaft möchte er auch weiterhin für Furore sorgen und den „Platz an der Sonne“ verteidigen: „Wir wollen möglichst lange oben bleiben und schauen, was dann möglich ist. Erst mal müssen wir aber 40 Punkte zum Klassenerhalt erreichen.“
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