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Gute Gründe für die Playoffs

Basketball-Bundesliga: Phantoms bezwingen Alba Berlin 76:70 – BBL-Lizenz ohne Auflagen.

Von Christoph Matthies, 14.04.2010

Braunschweig. Am Sonntag Titelaspirant Alba Berlin geschlagen, Montag dann die BBL-Lizenz ohne Auflagen erhalten – Braunschweigs Basketballer reiten derzeit auf einer Euphorie-Welle.

Nach dem überzeugenden 76:70-Erfolg über Alba Berlin am Sonntagabend befinden sich die New Yorker Phantoms weiter auf Playoff-Kurs. In den verbleibenden drei Begegnungen haben es die siebtplatzierten Erstliga-Basketballer selbst in der Hand, nach sieben Jahren endlich wieder in die Meisterrunde einzuziehen.
Doch was macht in dieser Saison den Unterschied aus? Die nB untersucht die Stärken des wahrscheinlich besten Braunschweiger Basketballteams aller Zeiten.
Teamplay: Keine Mannschaft verteilt so viele Assists wie die Machowski-Auswahl. Mit Kevin Hamilton (Platz 2) und Heiko Schaffartzik (Platz 7) befinden sich gleich zwei Phantoms unter den zehn besten Vorlagengebern der Liga. Während Hamilton häufig in die Zone penetriert, um den Ball dann zu einem besser postierten Mitspieler durchzustecken, versucht Schaffartzik auch schon mal den spektakulären No-Look-Pass. Durch ihre (An-)Spielfreude kommen die Braunschweiger immer wieder zu leichten Punkten am Brett: Mit 49,6 Prozent Feldwurfquote treffen die Phantoms besser als jedes andere Team der Basketball-Bundesliga.
Tiefe des Kaders: „Je mehr Artillerie du auf Lager hast, desto eher kannst du gegen jeden Gegner dagegenhalten“, beschreibt Nate Fox den Vorteil der langen Phantoms-Bank. Besonders der Frontcourt, in den vergangenen Jahren mit den foulanfälligen „Big Men“ Visser und Drevo ein Sorgenkind, ist mit Fox, Marcus Goree, Jason Cain, Yassin Idbihi und Tomasz Cielebak ausgezeichnet bestückt. Auch auf den kleinen Positionen ist man stärker besetzt, Fehlgriffe wie Jeremy Crouch im vergangenen Jahr wurden vermieden.
Erfahrung: Headcoach Sebastian Machowski setzte ausschließlich auf gestandene Profis. Heiko Schaffartzik, Kevin Hamilton, John Allen und Nate Fox, der am heutigen Mittwoch seinen 33. Geburtstag feiert, haben häufig bewiesen, dass sie ein Team führen können. Zudem wurde mit Euroleague-Gewinner Marcus Goree ein Veteran verpflichtet, der in Sachen Erfahrung in der BBL seinesgleichen sucht.
Freiwürfe: Es klingt banal, doch gerade in engen Begegnungen machen die vermeintlich einfachen Punkte von der Linie den Unterschied zwischen Sieg oder Niederlage aus. Die Phantoms, vergangenes Jahr noch Liga-Schlusslicht in puncto Freiwurfquote, führen die BBL in dieser Saison mit knapp 75 Prozent an.
Der „sechste Mann“: „Es hat riesig Spaß gemacht, heute hier zu spielen“, lobte Sebastian Machowski nach dem Sieg gegen Berlin die Stimmung in der VW-Halle. Zuletzt nicht unbedingt als „Hexenkessel“ bekannt, sorgten 5719 Zuschauer – die höchste Besucherzahl seit dem 2. Januar 2004, als es vor 5830 Besuchern ebenfalls gegen Alba ging – für echte Heimspiel-Atmosphäre. Insgesamt stieg der Zuschauerschnitt im Vergleich zum Vorjahr um über 1000 auf 3757.
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