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Großer Auftritt von Geoffrey Groselle

Mit 28 Punkten zeigte Geoffrey Groselle in Bonn ein tolles Spiel. Zudem kann der US-Center als bisher bester Shotblocker der Bundesliga (1,6 Blocks) auch defensiv Akzente setzen. Foto (Archiv): T.A.

Basketball-Bundesliga: Nach dem Sieg in Bonn wollen die Löwen am Samstag (18 Uhr, VW-Halle) gegen Jena nachlegen.

Von Christoph Matthies, 15.11.2016.

Braunschweig. Mit einem überraschenden 93:91-Auswärtssieg in Bonn haben sich die Löwen nach sieben Pleiten in Folge im Abstiegskampf der Basketball-Bundesliga eindrucksvoll zurückgemeldet. Am Samstag (18 Uhr, VW-Halle) steht nun das wichtige „Vier-Punkte-Spiel“ gegen Aufsteiger und Kellerkind Jena auf dem Programm.

Hoffen sollten die Löwen-Fans darauf, dass Geoffrey Groselle gegen die Thüringer einen ähnlichen Sahnetag wie in Bonn erwischt. Der Center aus Dallas erzielte mit 28 Punkten den Bestwert seiner noch jungen Profi-Karriere und traf mit einer beeindruckenden Effizienz zehn seiner zwölf Würfe aus dem Feld. Dabei profitierte der 23-jährige Nowitzki-Fan natürlich auch von den Pässen seiner Mitspieler: Besonders die gute Chemie, die Groselle mit Point Guard Thomas Klepeisz entwickelte, der ihn aus dem Pick-and-Roll mit guten Anspielen fütterte, ließ die Bonner Verteidiger ein ums andere Mal zu Statisten werden.

Doch nicht nur offensiv bewies Groselle (für einen 2,13-Meter-Mann) schnelle Beine und gute Instinkte. Als Bonns Center Filip Barovic Sekunden vor Schluss gegen Braunschweigs Carlton Guyton einen deutlichen Vorteil unter dem Korb hatte, kam Groselle in letzter Sekunde zu Hilfe und blockte den Korbleger, der wohl den sicheren Sieg für die Gastgeber bedeutet hätte.

Ein starker Groselle allein hätte gegen den Playoff-Aspiranten aus Bonn natürlich auch nicht gereicht. Ebenso wichtig war, dass Braunschweigs Flügelspieler Carlton Guyton und Dyshawn Pierre nun endlich in der Liga angekommen zu sein scheinen. Guyton setzte seinen Aufwärtstrend nahtlos fort und erzielte mit 17 Zählern einen neuen persönlichen BBL-Bestwert. Die Tatsache, dass der Shooting Guard in den vergangenen drei Partien sieben Dreier und 56 Prozent seiner Würfe getroffen hat (15,7 Punkte in dieser Spanne), zeigen, dass der Mann aus Chicago sich nach drei Jahren in der 2. Liga nun auch im Oberhaus akklimatisiert haben dürfte.

Pierre kam in Bonn bei starker Quote (8/14) auf 18 Punkte.

In der Tabelle stehen die Löwen nun auf Rang 16 und damit nicht mehr auf einem Abstiegsplatz. Damit dies so bleibt, ist ein Sieg gegen die punktgleichen Gäste aus Jena (Platz 15) Pflicht. Nachdem es gegen Göttingen trotz harten Kampfes noch nichts wurde mit dem ersten Heimsieg, soll dieser am Samstag – vor möglichst großer Kulisse – gelingen.
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