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Grizzlys: Thriller ohne Happy End beim EHC RB München

Wolfsburgs Tyler Haskins gegen Yannic Seidenberg und Torhüter David Leggie. Foto: regios24

Eishockey: Wolfsburger Erstligist hat das erste Playoff-Finale mit 2:3 in der zweiten Verlängerung verloren – Tore von Wurm und Furchner.

Wolfsburg, 11.04.2017.

Was für ein Thriller, was für ein Drama – leider ohne Happy End für die Grizzlys! Der Wolfsburger Eishockey-Erstligist hat das erste Playoff-Finale beim EHC RB München mit 2:3 (1:0, 1:2, 0:0, 0:1) in der zweiten Verlängerung verloren. Finale Nummer 2 stand am gestrigen Dienstagabend in der Eis-Arena auf dem Programm (bei Redaktionsschluss nicht beendet), das dritte Duell folgt bereits am Donnerstag (19.30 Uhr) in München.

Die deutsche Nationalhymne war kaum verklungen, da gaben beide Mannschaften Vollgas auf dem Eis. Gerrit Fauser hatte die erste gute Chance für die Grizzlys, Maximilian Kastner praktisch im Gegenzug die Gelegenheit für den amtierenden deutschen Meister. 6142 Zuschauer in der Münchener Olympia-Halle waren begeistert, darunter 150 mitgereiste Grizzlys-Fans, die 29 Sekunden vor dem Ende des ersten Drittels jubeln durften: Armin Wurm erzielte die 1:0-Führung für den Außenseiter.

Im Mitteldrittel drückten die Münchener weiter aufs Tempo – und wurden dafür auch belohnt: Mads Christensen gelang in Überzahl der 1:1-Ausgleich nach 26 Minuten. Die Grizzlys zeigten sich jedoch keineswegs geschockt und gingen 151 Sekunden später erneut in Führung. Einen sehenswerten Konter über Tyler Haskins schloss Sebastian Furchner zum 2:1 für die Wolfsburger ab.

Brent Aubin und Christoph Höhenleitner hätten in der 29. Minute nachlegen können, scheiterten aber am starken Danny aus den Birken im Tor der Gastgeber. Gejubelt wurde stattdessen auf der Gegenseite – wieder mit einem Mann mehr auf dem Eis: Mit einem abgefälschten Schuss erzielte Yannic Seidenberg (36.) den 2:2-Ausgleich – zugleich der Spielstand vor dem dritten Abschnitt.

Das Tempo blieb hoch, die Spannung ebenfalls: Rob Hisey (43.) hatte im Powerplay das 3:2 für die Grizzlys auf dem Schläger. Mads Christensen hatte vier Minuten später die Riesenchance zur Münchener Führung, scheiterte aber am einmal mehr überragenden Felix Brückmann im Gästetor. Und so hieß es: Verlängerung! Wie schon vor einem Jahr im ersten Finalspiel in München.
Und hier hatten die Grizzlys Glück, dass sich Torhüter Brückmann weiter hellwach präsentierte: Mads Christensen (61., 72.) fand seinen Meister im Wolfsburger Schlussmann. Und auch Dominik Kahun (78.) verpasste das Siegtor nur knapp für die nun überlegenen Münchener, die nach dem Finaleinzug mehr Regenerationszeit hatten als die Wolfsburger.

Die zweite Verlängerung musste her im bislang längsten Finalspiel der DEL-Geschichte. Hier rettete zunächst Jimmy Sharrow (83.) spektakulär für den bereits geschlagenen Brückmann – ein Beleg für den großen Kampfgeist der Grizzlys, die sich nach 96:48 Minuten dann aber doch geschlagen geben mussten. Dominik Kahun entschied das packende Duell mit einem Schuss ins lange Eck – und sorgte so für Münchener Jubel.

„Es war das anstrengendste Spiel, das ich je gespielt habe“, sagte Matchwinner Kahun sichtlich gezeichnet nach der Partie und zollte der Leistung der Grizzlys Respekt: „Es war brutal. Die Wolfsburger hören ja einfach nicht auf, zu laufen.“
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