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Gladbacher waren abgeklärter

Enttäuscht: Eintrachts Karim Bellarabi (r.) und Dennis Kruppke verlassen den Rasen. Foto: Getty

1. Fußball-Bundesliga: Eintracht verliert 1:4 bei Borussia – Tor von Mirko Boland.

Von Elmar von Cramon, 22.09.2013.

Braunschweig. Fußball-Erstligist Eintracht steht das Auswärtsglück weiterhin nicht zur Seite: In Mönchengladbach unterlagen die Blau-Gelben den Borussen am Freitag mit 1:4 (0:2), obwohl sich die Elf von Torsten Lieberknecht im Vergleich zum Auswärtsauftritt beim HSV eindeutig verbessert gezeigt hatte.

„Insgesamt haben wir in der ersten Halbzeit zu viele Bälle verloren. Die Führung der Gladbacher ging in Ordnung, auch wenn wir die erste große Chance des Spiels besaßen“, bedauerte Marc Arnold. Die angesprochene Möglichkeit hatte sich der stark aufspielende Karim Bellarabi erarbeitet, sein Schuss flog nach einer Viertelstunde aber knapp am Tor vorbei. Treffsicherer waren die spielstarken Gladbacher, die in den entscheidenden Situationen abgeklärter zu Werke gingen:
Beim 1:0 hatte Oscar Wendt am linken Rand des Sechzehnmeterraums einfach abgezogen, nachdem er nicht konsequent attackiert worden war. Zehn Minuten später ging Deniz Dogan gegen den Brasilianer Raffael nicht konsequent genug zu Werke, sodass dieser im Fünfmeterraum zum 2:0 einköpfen konnte.
Nach dem Wechsel zeigten die Löwen dann endlich den richtigen Biss und kamen durch einen schönen Angriff zum Anschlusstreffer: Bellarabi legte im Strafraum für Mirko Boland quer, der mit seinem ersten Bundesliga-Treffer Hoffnung auf den ersten Auswärtspunkt aufkeimen ließ. Kurze Zeit später hätte ein Kopfball von Domi Kumbela fast den Ausgleich gebracht, doch der Ball flog am Tor vorbei (60.).
„Die Reaktion der Mannschaft war nach der Pause super. Wir waren drauf und dran, den Ausgleich zu erzielen“, zeigte sich Eintrachts sportlicher Leiter zufrieden, musste aber mit ansehen, wie die Borussen zur Vorentscheidung kamen: Marco Caligiuri sah nach einer Balleroberung den seitlich herannahenden Juan Arango nicht, traf den Gladbacher beim Versuch, das Leder dennoch zu behaupten. Dies wurde von Schiedsrichter Peter Gagelmann als elfmeterwürdig interpretiert und von Max Kruse per Strafstoß zum 3:1 genutzt. Nachdem Marjan Petkovic einen abgefälschten Kruse-Schuß nur abklatschen konnte, erhöhte Raffael noch auf 4:1, bevor Torsten Lieberknecht von Gagelmann wegen angeblicher Beleidigung noch auf die Tribüne verwiesen wurde.
„Grundsätzlich wiederholt es sich: Wir schaffen es noch nicht, auswärts über 90 Minuten konstant aufzutreten“, nennt Arnold den Hauptgrund für die Niederlage, sieht die Mannschaft aber auf dem richtigen Weg: „Wir werden uns auf die Partie gegen Stuttgart intensiv vorbereiten und versuchen, dort die ersten drei Punkte einzufahren. Der erste Sieg ist nur eine Frage der Zeit.“
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