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Gießens Insolvenz kann ein Phantoms-Problem werden

Basketball-Bundesliga: Braunschweiger spielen am Sonnabend in Bonn.

Von Christoph Matthies, 09.01.2013.

Braunschweig. Nach der deutlichen 58:80 (27:43)-Niederlage am Sonntag bei Alba Berlin stehen die New Yorker Phantoms weiterhin im Tabellenkeller der Basketball-Bundesliga. Ein doppelter Punktgewinn am Sonnabend um 19.30 Uhr bei den Baskets Bonn würde dem Flevarakis-Team ein klein wenig Luft zu den Abstiegsrängen verschaffen. Die Erinnerung an das Hinspiel macht allerdings wenig Hoffnung auf einen Auswärtserfolg.

Nach verkorkster Hinrunde finden sich die Phantoms auf Rang 16 der Tabelle wieder, nur ein Sieg trennt sie von einem Abstiegsplatz. Rang 17 haben derzeit die Ludwigsburger inne, die nach einem Trainerwechsel nun mit John Patrick die Wende schaffen wollen. Abgeschlagen am Tabellenende rangieren die Gießen 46ers. Nach Insolvenzantrag und Punktabzug ist die Teilnahme der Gießener an der weiteren BBL-Saison keineswegs gesichert, wie Liga-Sprecher Dirk Kaiser erläutert: „Wir haben am Montag den Liquiditätsplan der 46ers für den Rest der Saison erhalten und werden diesen jetzt ganz genau prüfen. Es kann keinem daran gelegen sein, dass es im weiteren Verlauf der Saison erneut zu einer Hängepartie kommt.“
Es dürfte auch im Sinne der Phantoms sein, dass Gießen die Saison zu Ende spielen kann. Laut Spielordnung und Ausschreibung der Basketball-Bundesliga gäbe es auch nach einem Rückzug der Gießener zwei sportliche Absteiger – in diesem Falle wären die Braunschweiger also derzeit bereits auf einem der beiden „Schleudersitze“ in die ProA. Zudem würde der Heimsieg gegen Gießen aus der Wertung fallen.
Zu Beginn der Rückrunde reisen die Phantoms nach Bonn. Wie wichtig ein Sieg am Sonnabend beim Tabellenelften wäre, wird spätestens deutlich, wenn man einen Blick auf den Spielplan der Braunschweiger wirft: Nach dem Allstar-Spiel am 19. Januar kommt der seit sechs Spielen ungeschlagene FC Bayern München in die Volkswagenhalle, danach geht es zum Serienmeister nach Bamberg.
Das Hinspiel gegen die Bonner wurde am 13. Oktober mit 66:83 verloren, vor eigenem Publikum wirkten die Phantoms gegen übermächtige Rheinländer wie ein Abstiegskandidat. Wichtigster Akteur im Team von Trainer Mike Koch ist weiterhin Playmaker Jared Jordan, der beim 90:76-Sieg am Sonntag gegen Trier beinahe unglaubliche 16 Assists auflegte.
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