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„Gibt noch bessere Platzierung zu holen“

Steht momentan in Vertragsverhandlungen mit Eintracht Braunschweig: Niko Kijewski. Foto: SH

2. Fußball-Bundesliga: Eintracht empfängt Aufstiegskandidat Nürnberg – Niko Kijewski in Vertragsverhandlungen.

Von Elmar von Cramon, 29.04.2016.

Braunschweig. Vor fast ausverkauftem Haus findet heute (Anpfiff 13 Uhr) in der 2. Fußball-Bundesliga das Traditionsduell zwischen Eintracht und dem 1. FC Nürnberg statt. Rund 21 000 Zuschauer werden erwartet, 2000 davon unterstützen dabei die ordentlich unter Druck stehenden Gäste: Verliert der „Club“ gegen die Löwen, ist der direkte Aufstiegszug wohl abgefahren. Gegen die Franken wird Torsten Lieberknecht, der gegen 1860 München wegen einer Magen-Darm-Grippe gefehlt hatte, wieder auf der Trainerbank sitzen.

„Es geht darum, dass wir uns als Mannschaft beweisen wollen und so ein Spiel wie gegen 1860 München vergessen machen müssen“, macht der Eintracht-Coach klar, dass er mit dem Auftritt beim Abstiegskandidaten unzufrieden war, insbesondere nach der zuvor guten Heimvorstellung beim 2:2 gegen Tabellenführer Freiburg. „Die erste Halbzeit in München war überhaupt nichts. Das war ein Gesicht, das ich nicht mehr sehen möchte. Wir haben noch etwas zu tun, es gibt noch Punkte und eine bessere Platzierung zu holen“, fordert Lieberknecht ein engagiertes Auftreten für die noch ausstehenden Begegnungen. Unter anderem können die Löwen sich in Sachen Fernsehgeld um 330 000 Euro verbessern, falls sie sich vor dem 1. FC Kaiserslautern platzieren und die Pfälzer so in der für die Verteilung maßgeblichen Fünfjahreswertung überflügeln.
Leicht wird das Unterfangen gegen die Franken jedoch nicht. „Nürnberg ist drauf und dran, direkt oder über die Relegation aufzusteigen. Das heißt, das wir einer Mannschaft begegnen, die eine hohe Qualität mitbringt“, weiß Lieberknecht, der die Franken als „körperlich robust und athletisch“ einschätzt, „viele Luftduelle, zweite Bälle und eine hohe Intensität“ erwartet.
Personell ist die Lage bei den Blau-Gelben nach wie vor angespannt. Hinter Ken Reichels Einsatz (Hexenschuss) steht weiterhin ein Fragezeichen, Phil Ofosu-Ayeh (Achillessehnenprobleme) erlitt einen Rückschlag und wird voraussichtlich nicht auflaufen können, gleiches gilt für Hendrick Zuck (Adduktorenprobleme). Ebenfalls verletzt sind nach wie vor Marcel Correia, Joseph Baffo, Damir Vrancic, Marcel Engelhardt und Mohammed Baghdadi.
Mit von der Partie wird dagegen Niko Kijewski sein. Der Abwehrspieler ist seit vier Partien fester Bestandteil der blau-gelben Defensive und macht seine Sache dort ausgezeichnet. „Das Spiel in der zweiten Liga ist viel schneller und körperbetonter als in der U23 oder U19. Mit meinen Leistungen bin ich bislang zufrieden“, so der 20-Jährige, der momentan mit dem Verein um eine Verlängerung seines in Kürze auslaufenden Arbeitspapiers verhandelt. „Wir sind in den Verhandlungen fortgeschritten, es gibt noch Details zu klären. Ich fühle mich wohl in Braunschweig, deshalb ist Eintracht für mich erster Ansprechpartner“, so der Linksverteidiger, der dennoch von „anderen Interessenten“ berichtet.
Lieberknecht möchte mit dem Ex-Osnabrücker gerne weitermachen und hofft deshalb, dass sich Einigung erzielen lässt: „Er hat bei uns die Möglichkeit bekommen, seine ersten Schritte als Profi zu gehen, das werden Niko und sein Berater berücksichtigen. In dem sehr wichtigen Spiel gegen Paderborn reingeworfen zu werden zeigt die hohe Wertschätzung, die er bei mir genießt.“
So könnten sie spielen: Gikiewicz (Fejzic) - Reichel, Kijewski, Decarli, Sauer (Hochscheidt) - Boland, Matuschyk (Pfitzner) - Holtmann, Omladic (Schönfeld), Khelifi - Kumbela (Ademi).
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