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Gerechtes Unentschieden nach „offenem Schlagabtausch“

Bejubelt seinen Treffer in Karlsruhe zum 1:0: Eintrachts Mirko Boland (l.). Foto: Eibner

Fußball: Baffo und Correia angeschlagen – Lieberknecht: „Haben Punkte nicht liegengelassen“.

Von Elmar von Cramon, 23.02.2016.

Braunschweig. Das 2:2 in Karlsruhe hält Eintrachts Zweitliga-Fußballer weiter im Rennen um den Relegationsrang. Zwar gingen die Löwen bei den zuletzt fünfmal unbesiegten Badenern zu Beginn beider Halbzeiten schnell in Führung, mussten aber jeweils noch den Ausgleich hinnehmen. Wie von Torsten Lieberknecht vorhergesagt, hatte sich der KSC äußerst konterstark gezeigt und selbst in Unterzahl noch für Gefahr vor dem blau-gelben Kasten gesorgt.

Die „Basics“, die der Eintracht-Coach nach der Auswärtsniederlage in Leipzig einforderte, hatten seine Spieler wie schon beim 1:0 über Bielefeld beherzigt: Mit über 122 gelaufenen Kilometern, 272 Sprints, 17 Torschüssen und 54 Prozent Zweikampfquote ließ die Einsatzbereitschaft kaum zu wünschen übrig. Auch aus diesem Grund wollte der 42-Jährige den Platzverweis für KSC-Akteur Ylli Sallahi nach einer Stunde nicht überbewerten. Im Anschluss hatte der eingewechselte Dimitris Diamantakos den Ausgleich erzielt. „Die Phrase, dass wir wegen der Überzahl zwei Punkte liegengelassen haben, lasse ich nicht gelten. Wir sind nicht die erste Mannschaft, die in Überzahl ein Tor kassiert“, so Lieberknecht, der von einem „offenen Schlagabtausch auf schwierigem Boden“ sprach.
Zuerst hatte Mirko Boland mit einem sehenswerten Fernschuss die Führung erzielt. Anschließend sprang Phil Ofosu-Ayeh jedoch eine Flanke gegen die Hand, sodass die Gastgeber durch Manuel Torres per Elfmeter zum Ausgleich kamen. Nach Wiederanpfiff sorgte Saulo Decarli im Anschluss an einen Eckball in bester Torjägermanier für den Führungstreffer.
„Es freut mich für die Mannschaft, dass wir mit einer einstudierten Variante zum Erfolg gekommen sind“, lobte Lieberknecht. Gleichzeitig zeigte er sich unzufrieden mit den „Fehlerketten vor den beiden Gegentoren“ und hätte sich in der Schlussphase „mehr Kopf“ von seiner Mannschaft gewünscht, die dem KSC beim Drängen auf das Siegtor beinahe noch einen weiteren Treffer ermöglicht hätte: „Man hat den Siegeswillen meiner Mannschaft gespürt, trotzdem wäre es fast noch in Auge gegangen.“
Das Heimspiel gegen den FSV Frankfurt am Sonntag um 13.30 Uhr bietet erneut die Gelegenheit, Tuchfühlung zum Relegationsplatz zu halten. „Es reicht eigentlich zu erwähnen, dass die Frankfurter auswärts mit 3:1 gegen St. Pauli gewonnen haben“, erwartet Lieberknecht einen zähen Gegner, auf den sich seine Mannschaft „ohne Arroganz normal fokussiert und konzentriert“ vorbereiten soll.
Offen ist, ob Joseph Baffo (Kniebeschwerden) spielen kann. Ausfallen wird wohl Marcel Correia, dessen muskuläre Beschwerden vor der Abreise nach Karlsruhe erneut aufbrachen. Zu Wochenbeginn hielt sich der Teamkapitän deshalb zur Behandlung bei Klaus Eder, dem Physiotherapeuten der Nationalelf, auf.
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