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Gerechtes 2:2-Remis im Niedersachsenderby

Kampf um jeden Ball: (v.l.) Ken Reichel, Waldemar Anton und Salim Khelifi. Foto: Hübner

2. Fußball-Bundesliga: Reichel und Hernandez treffen für Eintracht – Schlussoffensive der Hannoveraner ohne Erfolg.

Von Elmar von Cramon, 06.11.2016.

Braunschweig. Mit einem 2:2-Unentschieden endete das Niedersachsenderby in der 2. Fußball-Bundesliga zwischen Eintracht und Hannover 96. Ken Reichel (19.) und Onel Hernandez (36.) hatten die Löwen in Front gebracht, Martin Harnik konnte kurz vor der Pause den Anschlusstreffer markieren (38.). Im zweiten Durchgang besaßen die Löwen zwar Chancen auf den dritten Treffer, mussten letztlich aber noch den Ausgleich durch Kenan Karaman hinnehmen (66.). Die Gäste besaßen danach ein spielerisches Übergewicht, letztlich blieb es aber beim insgesamt gerechten Remis im restlos ausverkauften Eintracht-Stadion.

Beide Teams waren von Beginn an nicht auf Abtasten bedacht: Zuerst prüfte Artur Sobiech nach zwei Minuten Eintracht-Keeper Jasmin Fejzic, anschließend durfte sich auch Gästeschlussmann Philipp Tschauner beim Drehschuss von Hernandez auszeichnen (10.).
Dann wurde es im Strafraum der Roten zum ersten Mal brandgefährlich: Nach einer Kombination von Salim Khelifi und Reichel hatte Tschauner alle Mühe, gegen Hernandez den Führungstreffer zu verhindern (16.). Dieser fiel auf spektakuläre Weise aber unmittelbar im Anschluss: Nach einer Ecke landete der Ball am Fünfmeterraum bei Kumbela, der ihn in Richtung des langen Pfostens weiterleitete, wo Ken Reichel per Fallrückzieher zur Führung traf. Wenig später probierte es Nik Omladic aus der Distanz, zielte jedoch eine Etage zu hoch (24.), wie auch Kenan Karaman auf der Gegenseite (26.).
Gustav Valsvik konnte eine gefährliche Flanke von Felix Klaus zur Ecke klären (29.) und kam auf der Gegenseite zu einer Kopfballchance, nachdem Tschauner einen Omladic-Freistoß gefährlich abprallen ließ und der Ball danach zur Ecke geklärt worden war (31.). Auch Fejzic wurde wieder gefordert, zeigte sich gegen Sobiech aber erneut auf dem Posten (34.).
Dann schlugen die Löwen erneut eiskalt zu, nachdem die Abseitsfalle der Leinestädter versagte: Hernandez erlief das Zuspiel von Reichel, gab Tschauner das Nachsehen und schob gekonnt zum 2:0 ein. Die Gäste hatten jedoch eine Antwort parat: Einen Distanzversuch von Harnik fälschte Saulo Decarli unhaltbar für Fejzic ins Eintracht-Tor ab (38.).
Mit der knappen Eintracht-Führung ging es auch in die zweite Halbzeit, die zu Beginn wegen Feuerwerk und Rauchbomben seitens der Eintracht-Fans kurzzeitig unterbrochen werden musste. Die Hannoveraner kamen in der Folge zunehmend gefährlicher vor den blau-gelben Kasten, ein gutes Zuspiel von Karaman konnte Decarli jedoch vor dem einschussbereiten Sobiech zur Ecke klären (56.). Für die Löwen ergab sich nach einem Konter die Riesenchance zum 3:1, doch Kumbela schob dem Ball nach einer Maßvorlage von Hernandez am leeren Tor vorbei (59.). Kurz darauf hatte erneut Kumbela die Chance, verfehlte das Gästetor mit seinem Kopfball aber denkbar knapp (61.).
Im Gegenzug zeigte sich der eingewechselte Maximilian Sauer wachsam, als er Klaus den Ball in aussichtsreicher Position vom Fuß spitzeln konnte (62.). Nur wenige Minuten später fiel dann aber doch der Ausgleich: Khelifi verlor den Ball im Mittelfeld gegen Marvin Bakalorz, dieser legte weiter auf Karaman, der von Strafraumgrenze aus ins linke Eck traf.
Ein Freistoß von zentraler Position war die nächste Chance für die Blau-Gelben, doch Omladic trat den Ball zu mittig, sodass Tschauner keine Probleme hatte (70.). Die Partie wurde nun von beiden Seiten intensiver geführt, sodass Schiedsrichter Felix Zwayer häufiger unterbrechen musste. Die Löwen hatten Glück, dass dessen Elfmeterpfiff ausblieb, als Sauer der Ball bei Harniks Flanke gegen die Hand sprang (75.).
In der Schlussphase kam Eintracht durch den eingewechselten Mirko Boland abermals zu einer Chance aus der Distanz (82.), doch danach spielte sich das Geschehen vorwiegend im blau-gelben Strafraum ab: Fejzic musste erst gegen Karaman (83.) und anschließend gegen Harnik (84.) in höchster Not klären. Den Gästen gelang es in den finalen Minuten zwar deutlich mehr Druck aufzubauen, Eintracht verteidigte jedoch mit Herz und Leidenschaft, sodass es beim insgesamt gerechten Unentschieden blieb.
Mannschaft: Fejzic - Reichel, Valsvik, Decarli, Correia (58. Sauer)- Schönfeld (46. Boland), Moll - Khelifi (77. Nyman), Omladic - Kumbela, Hernandez.
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