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„Gegenwehr wird sehr groß sein“

Schoss das 1:0-Führungstor im Hinspiel: Eintrachts Domi Kumbela. Foto: Susanne Hübner

2. Fußball-Bundesliga: Löwen treffen auf VfL Bochum – Eintracht-Coach erwartet brisante Partie.

Von Elmar von Cramon, 21.04.2017.

Braunschweig. Noch dreimal treten Eintrachts Zweitliga-Fußballer im Aufstiegskampf vor heimischem Publikum an. Zunächst bekommt es die Mannschaft von Torsten Lieberknecht am Sonntag (Anstoß 13.30 Uhr) mit dem VfL Bochum zu tun, der zuletzt sechsmal in Folge unbesiegt geblieben ist und danach strebt, letzte Zweifel am Klassenverbleib zu beseitigen. Beim 1:1 im Hinspiel hatte Nils Quaschner für die Bochumer in den Schlussminuten den Teilerfolg gesichert, nachdem Domi Kumbela die Blau-Gelben zuvor in Führung gebracht hatte.

„Ich möchte nicht sehen, dass man jetzt Trübsal bläst. Jetzt gilt es erst recht, das zu erfüllen, wovon wir träumen und das ist aufsteigen zu wollen“, fordert Torsten Lieberknecht trotz der 0:1-Derbyniederlage gegen Hannover eine entschlossene Herangehensweise gegen einen Kontrahenten, der aufgrund des dicht gedrängten Tabellenmittelfelds mit 37 Zählern noch nicht endgültig gerettet ist: „Die Mannschaft muss punkten, weil man in diesem Jahr mehr als 40 Zähler zum Klassenerhalt brauchen wird.“ Auch deshalb sieht der 43-Jährige „Brisanz“ in der bevorstehenden Partie: „Dementsprechend wird die Gegenwehr sehr groß sein. Wir brauchen die vielzitierte Geduld und werden auf einen Gegner treffen, der sich zuletzt in der Defensive sehr aufmerksam gezeigt hat.“
Für seine Mannschaft sieht Lieberknecht vor allem die Unterstützung von den Rängen als Erfolgsgaranten an: „Die Zuschauer haben uns in den vergangenen Wochen zu unseren Siegen gepusht. Meine Mannschaft kommt über die Emotionalität und braucht die Unterstützung der Stadt und der Fans, um ihren taktischen Plan am Spieltag bestmöglich umzusetzen.“
In taktischer Hinsicht erwartet der Fußball-Lehrer durchaus Überraschungen beim Gegner, weil sein Gegenüber Gertjan Verbeek ebenso wie er selbst als Taktik-Fuchs gilt und zuletzt auf Dreier- oder Fünferkette in der Defensive gesetzt hat: „Die Mannschaft bekommt durch Verbeek immer neue Reize und hat eigentlich das Potenzial zu mehr.“
Von seiner eigenen Elf fordert er vor allem Unterstützung der Offensivabteilung durch die übrigen Mannschaftsteile, da einige Kräfte sich zuletzt nicht so treffsicher wie in der Hinrunde gezeigt hatten: „Wir müssen die Unterstützung aus den Bereichen drum herum verbessern und dafür sorgen, dass der entscheidende Pass oder die entscheidende Flanke kommt, die man braucht, dann werden die Jungs ihre Chance nutzen.“ Doch auch die hoch aufgeschossene Defensivabteilung um Gustav Valsvik und Saulo Decarli sieht er bei Standards durchaus in der Lage, mal einen Treffer beizusteuern: „Dort haben wir Luft nach oben.“
Fehlen werden Marcel Correia (Reha) und der noch immer angeschlagene Adam Matuschyk (Oberschenkelprobleme). Patrick Schönfeld, der eigentlich wieder als einsatzbereit galt, eröffnete seinem Coach unter der Woche, dass er sich noch nicht ganz auf seinem alten Level angekommen fühle, was ihm Lieberknecht sehr hoch anrechnet: „Das ist sehr lobenswert und hilft allen weiter.“
So könnten sie spielen: Fejzic - Reichel, Valsvik, Decarli, Sauer (Ofosu-Ayeh) - Moll - Boland, Hochscheidt (Omladic) - Hernandez - Kumbela, Abdullahi (Nyman).
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