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Gegen den Tabellenführer chancenlos

Gut abgeliefert: Carlos Medlock erzielte gegen Ulm 22 Punkte. Foto: T.A.

Basketball-Bundesliga: Die Löwen verlieren gegen Ulm mit 76:100.

Von Christoph Matthies, 12.02.2017.

Braunschweig. Nicht ganz unerwartet haben die Löwen-Basketballer ihre Heimpartie in der Volkswagenhalle gegen den Bundesliga-Spitzenreiter aus Ulm deutlich verloren. Ein gutes Viertel nach der Halbzeitpause reichte beim 76:100 (41:57) nicht aus, um die bärenstarken Ulmer ins Wanken zu bringen.

Mit 19 Siegen und ohne Niederlage waren die Süddeutschen an die Oker gereist, und das Team von Trainer Thorsten Leibenath verschwendete keine Zeit, diese fast schon unheimliche Erfolgsserie fortzusetzen. Mit traumwandlerischer Treffsicherheit versenkten die Gäste zu Beginn ihre Dreier, nach aufeinanderfolgenden Distanztreffern von Chris Babb (29 Punkte) und BBL-Topscorer Raymar Morgan führten sie schon nach viereinhalb Minuten mit 16:4.

Gute Offensivaktionen des Heimteams wie der artistische Korbleger von Carlton Guyton zum 6:16 hatten in dieser Phase leider Seltenheitswert. Noch schwächer präsentierte sich allerdings die Löwen-Verteidigung, die den athletischen und wurfstarken Gästen immer wieder offene Würfe gestattete, die diese nur zu gerne in Punkte ummünzten. Mit 31 Zählern des Gegners waren die Löwen nach zehn Minuten fast noch gut bedient.

Im zweiten Viertel machte der Tabellenführer da weiter, wo er angefangen hatte. Nach 15 Minuten hatten sie ihre erste 20-Punkte-Führung (44:24), als Aufbauspieler Braydon Hobbs einen weiteren Dreier traf. Die Löwen suchten nun ihr Heil in der Penetration, und tatsächlich gelang es dem wieder einmal gut aufspielenden Carlos Medlock und dem engagiert auftretenden Luis Figge, jeweils mit Korblegern plus Bonusfreiwurf, den Rückstand auf 14 Punkte zu verkürzen. Zur Pause lagen die Braunschweiger dann mit 16 Punkten zurück.

„Eigentlich gibt es keinen Grund, im dritten Viertel besser zu verteidigen als im ersten“, ärgerte sich Löwen-Trainer Frank Menz nach der Partie über die zu lasche Einstellung seines Teams in Halbzeit eins. Aber immerhin, im dritten Viertel waren die Löwen in der Verteidigung griffiger, hielten die Ulmer bei unter 19 Zählern und gewannen das Viertel mit 23:19. Besonders Medlock (insgesamt 22 Punkte) zeigte nun seine ganze Klasse, traf von außen ebenso wie nach schönem Stotterschritt per Korbleger.

Der Zwölf-Punkte-Rückstand nach drei Vierteln erwies sich allerdings als zu groß, um die Ulmer noch entscheidend zu gefährden. Hobbs, der fast doppelt so lange spielte wie National-Point-Guard Per Günther, organisierte das Gäste-Spiel nun sicher und setzte seine Mitspieler schön in Szene. Die Führung wuchs am Ende deutlich, so dass die letzten Minuten der Partie praktisch bedeutungslos waren.

„Wir haben zu verhalten gespielt“, bilanzierte Menz nach der erwartbaren, aber vielleicht doch zu hoch ausgefallenen Niederlage. Durch die gleichzeitige 70:77-Pleite von Rasta Vechta gegen Bonn haben die Löwen aber weiterhin sechs Punkte Vorsprung auf Abstiegsplatz 17.

Für die Löwen punkteten: Medlock 22, Groselle 14, Guyton 11, Pierre 9, Theis 9, Boykin 6, Figge 3, Klepeisz 2, Schwartz, Simon.
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