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Fünf in Folge: Die Serie geht weiter

Tim Abromaitis war mit 18 Punkten Topscorer und mit fünf gefangenen Abprallern auch bester Rebounder seiner Löwen. Foto (Archiv): T.A.

Basketball-Bundesliga: Braunschweig schlägt Tübingen mit 86:72 und rückt auf Rang sieben vor.

Von Christoph Matthies, 01.02.2015.

Braunschweig. Im Heimspiel gegen die Tigers Tübingen konnten die Basketball-Löwen am Sonntagabend ihren fünften Sieg in Folge feiern. Nach dem 86:72 (39:34) steht das Team von Trainer Raoul Korner zum ersten Mal in dieser Saison auf einem Playoff-Platz.

Heimauftritt gegen den Tabellensechzehnten: Nach vier Siegen in Folge muss da doch auch was gehen, dachten sich die 3454 Löwen-Fans in der Volkswagenhalle – und täuschten sich nicht, auch wenn die ersten Punkte den Gästen gelangen. Nach einer halben Minute nutzte Scharfschütze Jimmy McKinney den Platz, den ihm die Braunschweiger Verteidigung ließ, für seinen ersten Dreier. Für die Löwen antwortete zunächst Kyle Visser, der ansonsten aber ein schwaches Spiel ablieferte (fünf Punkte, ein Rebound in 22 Minuten).

„Wie geht es eigentlich Trent Lockett?“, mögen sich einige Zuschauer gefragt haben, nachdem der athletische Forward nach überstandener Bänderverletzung in Crailsheim nur sporadisch zum Einsatz kam. Die Antwort gab Lockett nach drei Minuten selbst: Mit einem beherzten Zug in die Zone sorgte er per Korbleger für das 6:7. Nur eine Minute später fing er einen Pass der Tübinger ab und fand den nach vorne geeilten Immanuel McElroy, der die erste Braunschweiger Führung (8:7) erzielte. „Trent war aggressiv, ohne es zu übertreiben, und war defensiv extrem aktiv“, bewertete Löwen-Headcoach Raoul Korner die Leistung des Wiedergenesenen, dem bereits im ersten Viertel vier Ballgewinne gelangen – am Ende waren es gar sieben. Und Lockett wollte mehr: Als er nach sechs Minuten einen Dreier aus der linken Ecke zum 13:12 versenkte, wusste auch der Letzte in der Halle, dass Trent Lockett zurück ist.

Die Partie blieb allerdings eng, nach dem ersten Viertel stand es 19:18 für die Löwen, und auch im zweiten Viertel wollten die Tübinger nicht nachgeben. Auch BBL-Veteran Aleksandar Nadjfeji hielt die Süddeutschen in dieser Phase im Spiel. Insgesamt markierte der Power Forward, mit 38 Jahren so etwas wie ein rüstiger Basketballrentner, 13 Zähler.

Mit einem 39:34-Vorsprung kamen die Löwen aus der Kabine, und man merkte, dass sie nun möglichst schnell eine Vorentscheidung herbeiführen wollten. „Der Anfang des dritten Viertels hat den Unterschied gemacht, als Dru Joyce drei und Tim Abromaitis einen Dreier getroffen haben“, beschrieb Tübingens Trainer Igor Perovic den Wendepunkt der Partie. Tatsächlich schien Braunschweigs Playmaker Joyce, in den ersten 20 Minuten ohne Punkte, in der Halbzeitpause Zielwasser getrunken zu haben. Elf Punkte erzielte der Guard, der am Donnerstag seinen 30. Geburtstag feiern konnte, allein im dritten Durchgang – und vor den letzten zehn Minuten führten die Löwen mit stattlichen 14 Punkten Vorsprung (68:54).

Als Trent Lockett dann vier Minuten vor dem Ende zum 82:61 stopfte und damit alles klar machte, stand die VW-Halle kopf. Da hatte auch Korner, der eine geschlossene Mannschaftsleistung gesehen hatte, nur noch wenig auszusetzen: „Der Dunk war vielleicht etwas langweilig, aber sonst hat man nicht gesehen, dass er so lange raus war“, konnte der Österreicher sich ganz unbeschwert über Locketts Comeback und den fünften Sieg in Folge (und zehnten Sieg insgesamt) freuen. In der Tabelle bedeutet dieser Rang sieben und damit zum ersten Mal in dieser Saison einen Playoff-Platz.

Löwen-Punkte: Abromaitis 18, Lockett 17 (7 Steals), Joyce 13 (7 Assists), Allen 10, Adler 7, McElroy 6, Visser 5, Gertz 4, Simon 3, Pluskota 3.
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