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Freiwürfe werden den Löwen zum Verhängnis

Kapitän Nicolai Simon gehörte in Würzburg zu den besten Löwen. Foto (Archiv): Hübner

Basketball-Bundesliga: Braunschweig verliert unglücklich mit 68:69 (37:28) in Würzburg.

Von Christoph Matthies, 25.02.2016.

Braunschweig. Lange Zeit hatten die Löwen-Basketballer beim Tabellennachbarn geführt, ehe sie sich am Ende doch noch knapp geschlagen geben mussten. Doch dafür, dass sie so unglücklich den Anschluss an die Playoffs verpassten, waren Kenny Frease und Co. selbst verantwortlich.

Trotz der verletzungsbedingten Ausfälle von Derek Needham, Josh Gasser und Lucas Gertz mussten die Löwen (Platz neun) beim Tabellenachten in Würzburg unbedingt gewinnen, um im Playoff-Rennen nicht drei Siege in Rückstand zu geraten. Und so spielten sie von Beginn an auch, ließen sich weder von der Qualität des Frankenteams noch der lauten Halle beeindrucken. Mit der ersten Pausensirene erzielte Aufbauspieler Jermaine Anderson per Dreier die 17:15-Führung nach zehn Minuten.

So durfte es gern weitergehen, und tatsächlich bauten die Gäste ihren Vorsprung kontinuierlich aus. Auch dank Doppellizenzspieler Robin Amaize, der im zweiten Viertel an seine guten Leistungen der vorherigen Partien anknüpfte. Die Pausenführung hätte höher als die neun Punkte ausfallen können, wenn Tyrone Nash in den letzten zwei Minuten der ersten Halbzeit nicht drei Freiwürfe vergeben hätte.

Überhaupt die Freiwürfe: Die Achillesferse der Löwen in dieser Saison machte sich erneut bemerkbar - und kostete sie diesmal sogar den Sieg. Nach Neun-Punkte-Führung vor dem Schlussviertel hätten die Braunschweiger den Sack zumachen können, doch eine Freiwurfquote von 47,6 Prozent (10/21) machte die ansonsten gute Arbeit - gerade auch defensiv - wieder zunichte. Und auch sonst stimmte es offensiv nicht mehr. "Wir hatten am Ende zu viele Einzelaktionen,haben zu viel im Pick-and-Roll probiert", bedauerte Kapitän Nico Simon, mit 13 Punkten offensivstärkster Löwe, nach der Partie.

Bei Würzburg blieb in der Schlussphase vor allem einer cool: 73 Sekunden vor Spielende brachte Maurice Stuckey sein Team mit einem brachialen einhändigen Slam-Dunk auf zwei Punkte an die Löwen heran (66:68), einen Angriff später traf er einen weit offenen Dreier zur 69:68-Führung. Den anschließenden Korbleger vergab Braunschweigs Tyrone Nash genau wie den Tip-in beim Ertönen des finalen Buzzers, nachdem Keaton Grant, der keinen guten Tag erwischte, einen Notdreier gegen das Brett geworfen hatte.

Durch die Niederlage sind die Löwen bei noch elf zu spielenden Begegnungen nun drei Siege hinter einem Playoff-Platz - und müssen somit auf reichlich Ausrutscher der Konkurrenten Ulm und Würzburg hoffen, die in der Tabelle vor ihnen liegen.

Für die Löwen punkteten: Simon 13, Grant 12, Frease 12, Anderson 12, Nash 10, Amaize 6, Stevens 3.
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