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Favorit wankt, fällt aber nicht: 1:2 gegen Borussia Dortmund

Schmerzhafter Zweikampf: Nationalspieler Kevin Großkreutz erwischt Braunschweigs Jan Hochscheidt mit dem Fuß. Der Mittelfeldspieler der Eintracht bereitete mit einem Eckball den zwischenzeitlichen Ausgleich durch Benjamin Kessel vor. Foto: Hübner

1. Fußball-Bundesliga: Eintracht ärgert den BVB – Kessel erzielt sein erstes Bundesliga-Tor.

Von Elmar von Cramon, 02.02.2014.

Braunschweig. Zum Greifen nah war die Sensation für die Eintracht, am Ende standen die Blau-Gelben dann aber doch ohne Punkte da. Mit 1:2 (0:1) musste sich der Aufsteiger gegen den Champions-League-Finalisten geschlagen geben, hätte aber zumindest einen Zähler verdient gehabt.

Mit einer eindrucksvollen Energieleistung haben die Löwen dem BVB alles abverlangt und können nun Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben gegen Frankfurt, den HSV und Nürnberg schöpfen, die genau wie Eintracht um den Klassenerhalt kämpfen.
Schon in den Anfangsminuten hatte man den Gastgebern angemerkt, dass sie es dem BVB nicht leichtmachen würden, etwas Zählbares aus Braunschweig mitzunehmen. Neuzugang Havard Nielsen, Jan Hochscheidt und Benjamin Kessel sorgten zu Beginn für Torgefahr, während die Dortmunder kaum zu ihrer Linie fanden. Nach rund einer halben Stunde stand folgerichtig ein Chancen- und Zweikampfplus aufseiten der Blau-Gelben, doch die individuelle Klasse des BVB ließ die Eintracht dennoch ins Hintertreffen geraten: Robert Lewandowski lupfte den Ball über Daniel Davari und in der Mitte vollendete Pierre-Emerick Aubameyang zum 0:1 (31.).

Gleich nach dem Wechsel verhinderte Daniel Davari mit einer Glanzparade gegen Marco Reus einen höheren Rückstand, dann kam aber auch die Eintracht-Offensive wieder in Schwung und war schließlich erfolgreich: Deniz Dogan ließ eine Ecke von Jan Hochscheidt durch und am kurzen Pfosten versenkte Benjamin Kessel den Ball zum Ausgleich (54.). Hoffnung auf eine Sensation bahnte sich ihren Weg durchs frostige Rund des Eintracht-Stadions, doch wenige Minuten später schlug Dortmund erneut zu: Reus wurde im Mittelfeld nicht attackiert und passte diagonal in den Laufweg von Aubameyang, der rechts im Strafraum trocken abzog und den Vizemeister erneut in Führung brachte (65.).
In der Folge bekamen die Gäste das Heft des Handelns immer mehr in die Hand und hatten durch einen Freistoß von Reus, den Davari an die Latte lenkte, eine weitere Möglichkeit. Wenig später setzte sich Lewandowski glänzend in Szene, doch Kessel spitzelte ihm den Ball vor dem leeren Tor vom Fuß (76.). Kurz darauf klärte Davari ein weiteres Mal bravourös gegen den Reus.

Die Schlussminuten hatten es in sich: Zunächst bekamen die Gäste durch Reus und Sokratis weitere Chancen, bevor Nielsen aus kurzer Distanz an Weidenfeller scheiterte (86.). Auf der Gegenseite klärte Ermin Bicakcic vor Aubameyang, bevor Henrikh Mkhitaryan den Pfosten traf (89.). Auch die Blau-Gelben konnten sich nochmals in Szene setzen, doch ein Bicakcic-Kopfball traf in der Nachspielzeit nur den Pfosten, sodass die Punkte nach Abpfiff bei den Westfalen blieben.

„Das Ergebnis fühlt sich für uns bescheiden an“, gab Torsten Lieberknecht nach dem Abpfiff zu, war aber auch stolz auf die Moral seines Teams: „Die Leistung war eine enorme Steigerung gegenüber dem Hinspiel. Meine Mannschaft hat bis zum Schluss bewiesen, dass sie gewillt ist, alles zu tun, um etwas mitzunehmen. Das Spiel gibt uns viel Optimismus für die kommenden Aufgaben.“
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