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Fast schon ein Pflichtsieg beim Tabellennachbarn

Auch Löwen-Forward Tyrone Nash wird in Würzburg am Leistungslimit spielen müssen. Foto: T.A.

Basketball-Bundesliga: In Würzburg kämpfen die Löwen um den Anschluss an die Playoffs.

Von Christoph Matthies, 23.02.2016.

Braunschweig. Für ausreichend Motivation dürfte allein der Blick auf die Tabelle sorgen: Wenn die Löwen-Basketballer am Donnerstag (20 Uhr) in Würzburg antreten, geht es für die Braunschweiger darum, den Anschluss an Platz acht zu halten.

Einige reden im Vorfeld der Begegnung gegen den starken Aufstieger und Achten der BBL sogar vom wichtigsten Spiel der Saison. So weit würde Löwen-Trainer Raoul Korner nicht gehen, und dennoch betont er die Bedeutung der Partie. „Würzburg ist das einzige Team, das von uns noch abgefangen werden kann“, sagt der Österreicher mit Blick auf die Tabelle. Eine Entscheidung über die Teilnahme an den Playoffs wäre allerdings auch bei einer Niederlage noch nicht gefallen. „Dafür sind es dann doch noch zu viele Runden“, stellt Korner zwölf Spieltage vor Saisonende fest.

Dennoch: Drei Siege weniger als die Franken wären eine Hypothek, die nur schwer zu überwinden wäre. Leider ist die Ausgangsposition für die Löwen ungünstiger als vor dem Hinspiel, das die Löwen mit 73:52 ganz souverän für sich entscheiden konnten. Während die Braunschweiger im November noch in Bestbesetzung antreten konnten, fehlen ihnen mit Derek Needham, Josh Gasser und Lucas Gertz nun gleich drei Stammkräfte. Besonders der Ausfall von Needham dürfte wehtun: Der laut Korner „beste Verteidiger der Liga“ hatte den Ex-Löwen Dru Joyce im Hinspiel exzellent im Griff. Joyce, einer der besten Aufbauspieler der Liga, wirkte überfordert und kam auf nur zwei Pünktchen.

Bei den Würzburgern ist zuletzt dafür ein anderer Spieler aufgeblüht, der im Hinspiel noch unauffällig war. Der Amerikaner Seth Tuttle, ein BBL-Rookie, zeigte zuletzt beim Sieg gegen Pokalsieger Alba Berlin, was er unter dem Korb anrichten kann, und kam mit 22 Punkten und elf Rebounds auf ein „Double Double“. „Er hat ein paar Monate gebraucht, um in der BBL Fuß zu fassen, aber er ist ein guter Spieler“, sagt Korner über den Power Forward, den auch er vor der Saison auf dem Zettel hatte. Weitere Leistungsträger im Team von Coach Doug Spradley sind Center Brendan Lane und Flügelspieler Lamonte Ulmer.

Und nicht nur die Qualität des Gegners wird es den Löwen schwer machen, den Anschluss an die Playoffs zu halten. „In Würzburg ist es immer sehr unangenehm zu spielen und sehr laut“, verweist Korner auf die Begeisterung in der Geburtsstadt von NBA-Star Dirk Nowitzki.
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