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Fanproteste: Eintracht sucht das Gespräch

Braunschweiger Fans suchen den Dialog mit dem Verein. Foto: SH

Erstes Treffen vom Verein und seinen Anhängern verlief positiv – Zukünftig regelmäßig stattfindender Dialog.

Von Jonas Dräger, 22.04.2015.

Braunschweig. „Für den Erhalt unserer Eintracht“. Mit diesem Motto machten die Fans der Braunschweiger Eintracht vor dem Spiel gegen Ingolstadt ihrem Ärger Luft. Der Verein reagierte und traf sich mit den Anhängern in der vergangenen Woche zu einer Aussprache.

Gleich ein Dutzend Spruchbänder hatten die Eintracht-Fans vor der Partie gegen Ingolstadt in die Höhe gehalten. Kritisiert wurde unter anderem die schlechte Sicht auf dem B-Platz durch den Sicherheitszaun, die Anbringung von Rolltoren an den Blöcken, die einen Besuch des Stadions außerhalb des Spieltages aus Fansicht unmöglich machen, ein mögliches Verbot von alkoholischen Getränken im Fanhaus oder auch das Werbebanner der Autostadt am Marathontor. Eintrachts Präsident Sebastian Ebel hatte direkt nach Spielschluss reagiert und sich von den Fans ein Positionspapier geben lassen und einen Dialog versprochen. In der vergangenen Woche trafen sich mehrere Fanvertreter, Vizepräsident Rainer Ottinger, der Sicherheitsbeauftragte Bastian Böhm sowie die Fanbetreuung.
„Wir haben mehr als drei Stunden gesprochen und sind sehr konstruktiv nahezu alle Punkte durchgegangen“, berichtet Fanratsprecher Robin Koppelmann, der bei dem Gespräch anwesend war. „Beiden Seiten war es wichtig, gehört und verstanden zu werden“, ergänzt er. Die Fans hatten viel zu kritisieren, beklagten einen Identitätsverlust des Vereins, der vor wenigen Jahren in der 3. Liga noch viel mehr auf seine Anhänger zugegangen war.

Einen ersten kleinen Erfolg konnten die Fans bereits erringen. Der Verein stellte in Aussicht, den Zaun auf dem B-Platz zu ersetzen. Auf den unteren Treppenstufen kann man das Spielfeld durch den Zaun kaum sehen. Besonders für die jüngsten Anhänger und ihre Eltern ein Ärgernis und sicherlich ein Grund für schwindende Zuschauerzahlen in der Regionalliga. Ein neuer Zaun muss allerdings die Auflagen des Verbandes erfüllen und die Kosten müssen für Eintracht überschaubar bleiben. „Alle Seiten waren sich einig, dass die aktuelle Situation unbefriedigend ist“, sagt Koppelmann.

Auch bei Eintracht war man mit dem Dialog sehr zufrieden „Wir führen auf allen Ebenen regelmäßig Gespräche zu vielen Fanthemen. Das Treffen hat dennoch verdeutlicht, dass eine Art „Institutionalisierung“ dieser Kommunikation für die Zukunft absolut sinnvoll ist. Insofern begrüßen wir die Initiative, sich demnächst wieder regelmäßiger auszutauschen“, erläuterte Vizepräsident Rainer Ottinger.
Beide Seiten einigten sich darauf, bei Problemen zukünftig sofort das Gespräch zu suchen. „Wir sind optimistisch, dass der zukünftig regelmäßig stattfindende Dialog das gegenseitige Vertrauen weiter stärken wird, daran werden sich beide messen lassen. Nur so können wir es gemeinsam schaffen, Eintrachts unverwechselbare Identität zu erhalten” so Koppelmann.

Eine Zusammenfassung der Ziele und Ergebnisse ist auf www.fanpresse.de zu finden.
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