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Fangesang: „Heimspiel in Dortmund“

Eintracht-Fans: nB-Geschäftsführer Dieter Bührmann (r.) und nB-Mediaberater Frank Wolter im Dortmunder Stadion. Foto: oh

Fußball: Fast 9000 Eintracht-Anhänger reisten mit – Lobende Worte für friedliche Stimmung.

Von Robin Koppelmann, 21.08.2013

Dortmund. Oft genug wirbt die Fußball-Bundesliga damit, ihre Spiele würden Emotionen und Leidenschaft garantieren. So war es auch, als Eintracht das erste Mal seit 28 Jahren auswärts an den Start ging.

Schon das Heimspiel gegen Bremen hatte manchem hartgesottenen Fan in der Südkurve die Tränen in die Augen getrieben. Es war nicht nur die vierteilige Choreographie der Ultras von „Cattiva Brunsviga“, die wahre Gänsehautstimmung erzeugt hatte: Wie die Fans eine halbe Stunde nach Abpfiff noch ihre Mannschaft für den aufopferungsvollen Kampf beklatschten, wurde sogar von der Washington Post in einem Artikel zum Bundesligastart lobend erwähnt.
Nun das erste Auswärtsspiel bei Borussia, das rund 9000 Eintracht-Fans sehen wollten. Dortmund, das ist die gelb-schwarze Südtribüne, die mehr als 10 000 Zuschauern Platz bietet.
14 Wagen umfasste allein der Entlastungszug, den die Bahn den blau-gelben Anhängern zur Verfügung stellte. 14 Wagen voller guter Stimmung und Optimismus. Als die Massen der insgesamt 80 200 Zuschauer im Stadion auf ihre Plätze zogen, wurde auch dem letzten Eintracht-Fan gewahr: Der Verein ist zurück auf der ganz großen Fußballbühne.
Der Respekt vor dieser Traditionsstätte des Fußballs war spürbar. Zumindest für kurze Zeit, dann begannen die Fans, die Scheu abzulegen: „Eintracht ist mein Verein und er wird es immer sein“, schallte es aus den Kehlen der Gäste, so dass selbst das renommierte Dortmunder Onlinefanzine „Schwatzgelb.de“ von einer „europapokalreifen Stimmung“ sprach, wie es sie im Gästeblock nur ganz selten geben würde. Selbst die etwas provokanten „Heimspiel in Dortmund“-Gesänge fanden anerkennende Worte vom Gegner – im Fußballalltag eher ungewöhnlich.
Dass man ohne Punkte nach Hause reiste, sorgte nur kurz für hängende Köpfe: Erneut wurde das Team nach Abpfiff minutenlang beklatscht. Denn eins ist klar: Die Eintracht ist zurück.
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