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Fan-Karawane an den Main

Basketball-Bundesliga: Phantoms am Sonnabend zu Gast in Frankfurt.

Von Christoph Matthies, 28.04.2010

Braunschweig. Phantoms-Trainer Sebastian Machowski war alles andere als zufrieden: „Wir sind in der zweiten Halbzeit eingebrochen, weshalb es am Ende noch einmal unnötig spannend wurde“, übte der 38-Jährige am Sonntag nach dem 88:83-Arbeitssieg gegen Phoenix Hagen Kritik an seiner Mannschaft. Tatsächlich sahen die Braunschweiger Bundesliga-Basketballer lange Zeit wie die sicheren Sieger aus und hatten sich bis zum Seitenwechsel bereits eine scheinbar komfortable 52:37-Führung herausgespielt – ehe die 3617 Fans in der VW-Halle am Ende doch noch einmal richtig zittern mussten.

Die Phantoms dürfen nach dem Heimerfolg weiterhin von den Playoffs träumen. Am letzten ausstehenden Spieltag der regulären Saison geht es nun am Sonnabend nach Frankfurt (Anwurf 19.55 Uhr). Mit einem Sieg gegen die Skyliners wären die Okerstädter sicher in den Playoffs, theoretisch ist sogar noch Platz sechs möglich. Und selbst bei einer Niederlage könnten die Braunschweiger – bei einer Pleite der Dragons in Bremerhaven – noch in die Meisterrunde einziehen.
Glaubt man jedoch der Bilanz, haben die New Yorker Phantoms in der Bankenmetropole schlechte Karten. Die vergangenen sechs Begegnungen in der Frankfurter Ballsporthalle gingen verloren. Der letzte Erfolg der Braunschweiger in „Mainhattan“ war zudem ein Pyrrhussieg: Beim 80:62 für das damalige TXU-Team im Oktober 2002 zog sich Demond Mallet einen Kreuzbandriss zu, erst kurz vor den Playoffs derselben Saison gab es ein Wiedersehen mit dem zweifachen Braunschweiger „Sportler des Jahres“.
Einer, der damals elf Punkte für die unterlegenen Frankfurter erzielte, steht auch heute noch im Kader der Skyliners. Zwar kommt Ex-Nationalspieler Pascal Roller heute zumeist nur noch von der Bank, mit einer Dreierquote von knapp 40 Prozent zählt der Point Guard mit der hohen Stirn jedoch noch immer zu den gefährlichsten Distanzschützen der Liga. Beste Punktesammler für das Team von Headcoach Gordon Herbert, der erst am 12. April den beurlaubten Murat Didin ersetzte, sind US-Flügel Derrick Allen sowie der ebenfalls amerikanische Aufbauspieler Aubrey Reese.
Begleitet werden die Phantoms am Sonnabend von einer beachtlichen Fan-Karawane: In zahlreichen Privatwagen und mindestens drei Reisebussen werden mehr als 200 Braunschweiger nach Frankfurt reisen, um aus der entscheidenden Begegnung ein Heimspiel zu machen (Anmeldungen zu der Auswärtsfahrt sind noch bis Donnerstag online unter www.supporters-bs.de möglich). Gelänge ein Sieg gegen den derzeitigen Tabellensechsten, würde dies den größten Vereinserfolg seit sieben Jahren bedeuten – was schließlich auch den Trainer zufrieden stellen dürfte.
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