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Etwas Pause, eine Menge Vorfreude

Football: Nach dem spielfreien Wochenende geht es für die Lions jetzt in die zweite Saisonhälfte.

Von Daniel Beutler, 07.07.2012

Braunschweig. Acht Spiele am Stück stehen für die Bundesliga-Footballer der New Yorker Lions ins Haus. Und neben der Aussicht auf Saisonsieg Nummer sechs am Sonnabend gegen Berlin, schürt vor allem der neue Quarterback Casey Therricault die Vorfreude auf den nächsten Auftritt.

Der Spielmacher wurde von Cheftrainer Troy Tomlin kurzfristig nachverpflichtet, weil sich Jose Mohler, eigentlich als Quarterback für die Saison gedacht, das Kreuzband riss. Ein Glücksgriff, wie sich schon nach seinem ersten Spiel im Lions-Trikot andeutet, spielte der US-Amerikaner beim Sieg gegen die bisher so enorm starken Dresden Monarchs vergangene Woche doch eine zentrale Rolle. „Mit nur zwei Trainingseinheiten seit meiner Ankunft am Donnerstag vor dem Spiel war das schon in Ordnung“, stapelt Therricault tief. Insgesamt kamen 16 seiner 24 Passversuche an dem Abend an, womit die Lions etwas mehr als 200 Yards Raumgewinn erzielten.
Wide Receiver Pascal Maier sammelte 54 davon ein und der Passempfänger nimmt kein Blatt vor den Mund und sagt ganz klar, was viele denken: „Ich habe schon mit ein paar Quarterbacks gespielt, und Casey gehört eindeutig mit zu den besten. Das war schon extrem gut“, attestiert Maier, dem besonders die Ruhe des US-Amerikaners am Steuerrad des Lions-Angriffs imponiert. „Egal was passiert, er hat die Augen immer auf uns Passempfängern und kann auch in der letzten Sekunde noch den Ball punktgenau werfen. Oder er läuft einfach selber“, präzisiert Maier die Stärken. Das wiederum, auch wenn es sehr erfolgreich ist, hat Therricault aber gar nicht so gerne. „Ich werfe den Ball lieber, weil der dann schneller ist, als ich laufen kann“, sagt der jüngste Lions-Neuzugang ganz pragmatisch.
Fällt mit so einer Lichtgestalt jetzt die Verantwortung von den Schultern der anderen? „Nein“, sagt Maier. „Im Gegenteil. Casey ist sehr fordernd, dass haben wir schnell gemerkt“, berichtet der Wide Receiver. Als gegen Dresden ein Spielzug schief lief, habe man ganz schön was zu hören bekommen vorm nächsten Versuch.
Jetzt gegen Berlin wird es darum gehen, etwas zu sehen zu bekommen. Sollte Therricaults Premierenauftritt kein Strohfeuer gewesen ein, dann wird der junge Quarterback die Lions in dieser Saison noch sehr weit tragen.
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