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„Es war ein Jahr mit Höhen und Tiefen“

Durfte diese Saison schon ausgiebig jubeln: Eintracht-Trainer Torsten Lieberknecht. Foto: Hübner

2. Fußball-Bundesliga: Teil eins des Interviews mit Eintracht Braunschweigs Trainer Torsten Lieberknecht.

Von Elmar von Cramon, 27.12.2014.

Braunschweig. Zu Beginn der Winterpause sprach die nB mit Eintracht-Trainer Torsten Lieberknecht über den bisherigen Verlauf der Fußball-Zweitligasaison und eventuelle Veränderungen.

?Herr Lieberknecht, wie fällt Ihre persönliche Bilanz zum Jahresende aus?

!Es war ein Jahr mit Höhen und Tiefen. Wir wussten, dass der Aufstieg eine Wahnsinnsgeschichte für uns wird, es aber auch sehr schwer werden würde in der 1. Bundesliga zu bleiben. Dennoch tat der Abstieg am Ende weh, weil es sehr eng zuging und der Klassenerhalt möglich gewesen wäre. Als Trainer wurmt es mich, dass wir dieses Ziel nicht erreicht haben. Auf der anderen Seite haben wir in der 1. Liga positive Duftmarken wie mit dem Sieg gegen Hannover hinterlassen und viel Lehrreiches mitgenommen. Letztlich mussten wir uns dann wieder mit der 2. Bundesliga auseinandersetzen, in der die Mannschaft weitaus besser dasteht, als viele nach dem Abstieg geglaubt haben. Das ist ein versöhnlicher Abschluss für das Jahr 2014.

?Ihre Mannschaft hat sich in den vergangenen Wochen in bestechender Form präsentiert, was hat sie so stark gemacht?

!Das begann bereits in der Vorbereitung, in der wir Abläufe im Vergleich zu den vergangenen Jahren verändert haben. Zu Beginn habe ich dann sofort gemerkt, dass jene Spieler, die den Abstieg verkraften mussten, sehr motiviert zurückgekommen sind. Außerdem ist es meines Erachtens gelungen, die Abgänge nahtlos zu ersetzen. Auch wenn es zu Saisonbeginn nicht rund lief, haben wir unseren Ansatz weiterverfolgt und die richtigen Maßnahmen getroffen, der Mannschaft punktuell Stabilität zu verleihen. Eine neu strukturierte Mannschaft braucht Zeit und Geduld um sich zu finden, wichtig war, dass die Jungs sich nicht von aufkommenden Winden beeindrucken lassen haben.
Ein Schlüsselmoment war das Ausgleichstor gegen Greuther Fürth in letzter Sekunde. So ein Erlebnis hatte ich der Mannschaft in dieser Phase der Saison gewünscht, weil sie in der Folge noch enger zusammenrücken konnte, als sie es vorher schon war. Bereits in den Partien davor hatte ich viele positive Ansätze gesehen, stand mit meiner Meinung aber oftmals alleine da.

?Macht es Sie stolz, dass Eintracht endlich wieder über Nachwuchsakteure wie Maximilian Sauer und Julius Düker verfügt, denen man nach einem vielversprechenden Debüt den Sprung nach oben zutrauen kann?

!Wir wussten, dass wir den Nachwuchs auf solide Beine stellen mussten, was jetzt erste Früchte trägt. Diesen Weg wollen und werden wir konsequent weitergehen und die beiden Jungs sind zwei von vielen, die wir noch in der Hinterhand haben. Der Nachwuchs ist ein ganz wichtiger Teil unserer Entwicklung, weil wir in diesem Bereich in den vergangenen Jahren enorm aufgeholt haben. Hinter Wolfsburg, die noch mal ganz andere Möglichkeiten haben, sehe ich uns momentan als Nummer zwei in Niedersachsen.

?Planen Sie Veränderungen im aktuellen Kader ?

!Es wird mit Sicherheit kleine Veränderungen geben. Bei einigen Akteuren haben wir das Gefühl, dass eine Ausleihe sinnvoll sein könnte, um in der Entwicklung neue Reize zu setzen. Neue Spieler zu verpflichten ist nach aktuellem Stand nicht zwingend notwendig. Trotzdem halten wir Augen und Ohren offen; wenn sich die Möglichkeit ergibt, sich punktuell und zukunftsorientiert zu verstärken werden wir das auch tun.

?Wie verbringen Sie den Jahreswechsel?

Ich habe mich 2014 mit vollkommener Hingabe allen Herausforderungen gestellt. In der laufenden Saison haben wir unsere Teilziele in Liga und DFB-Pokal bislang erreicht, mit meiner Familie werde ich deshalb ein paar ruhige, entspannte Tage verbringen.
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