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„Es gibt schon noch viel Nachholbedarf“

Handball: Mit der JSG Sickte/Hondelage/Schandelah setzten zwei Vereine auf die Jugend und hoffen auf viele Talente.

Von Daniel Beutler, 16.05.2010

Braunschweig. Bereits im Frühjahr 2009 haben die Vereine MTV Hondelage und SG Sickte/Schandelah mit der Gründung einer Jugend-Spielgemeinschaft den Startschuss für ein neues Konzept der Nachwuchsförderung gegeben. Und das trägt erste Früchte.

Die männliche A-Jugend der JSG Sickte/Hondelage/Schandelah hat gestern die Relegation für die Landesliga zwar verpasst, startet aber in 14 Tagen den nächsten Versuch. Kurz zuvor war sie schon knapp an der Oberliga gescheitert. Die männliche B-Jugend schaffte dagegen im zweiten Anlauf die Relegation für die Handball-Oberliga.
Maßgeblich verantwortlich zeichnen dafür die beiden Trainer Jörg Meyer, für die A-Jugend und Andreas Simon für die B-Jugend. Beide besitzen die zweithöchste Trainerlizenz und sind zudem beide in der Nachwuchsförderung der Region Süd-Ost-Niedersachsen aktiv und Referenten in der Trainerausbildung des Handballverbandes Niedersachsen.
Die Qualifikationen der Übungsleiter lassen erahnen, was die Ziele sind: „Wir wollen langfristig beide Mannschaften in der Oberliga etablieren“, sagt Simon.
Dementsprechend ist der leistungsorientierte Bereich der Spielgemeinschaft auch auf die Förderung und überwachte Ausbildung der Jugendlichen ausgelegt. Kern dabei ist ein einheitliches Ausbildungskonzept, das beide in enger Absprache verfolgen. „Wir haben ähnliche Vorstellungen vom Handball und dementsprechend auch zusammen die Trainingspläne entwickelt“, berichtet Simon. Dabei sei zunächst besonders die individuelle Ausbildung der Jugendlichen gefragt. „Da gibt es schon viel Nachholbedarf“, sagt Simon ehrlich. Spielzüge stehen deshalb eher hinten an. Und wenn sie geübt werden, dann lernen die jungen Talente überall die Gleichen.
Die enge Verzahnung der beiden Jugendteams ist mit das Herzstück des Konzepts. „Wir werden die Vorbereitung zusammen bestreiten, auch während der Saison trainieren die B-Junioren bei den Älteren mit“, erklärt der Trainer. Dreimal die Woche schwitzen die Teenager dann in der Halle. Plus Spiel am Wochenende. „Aber die Jungs sind alle top-motiviert und lernfreudig“, sieht Simon keine Probleme wegen des hohen Pensums.
Der Blick geht bei der JSG aber auch weiter. Wenn die Jugendlichen in den Herren-Bereich wechseln. „Das ist natürlich auch ein Punkt, dass die Senioren-Mannschaften von einer guten Ausbildung auch profitieren werden“, glaubt Simon. Dabei ist sich der Übungsleiter sicher, dass später beide Vereine, sowohl Hondelage als auch Sickte/Schandelah, ihre „Früchte“ aus der Jugendarbeit bekommen.
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