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Ermittlungen gegen Eintracht-Fans

Schmähgesänge beim Karnevalsumzug.

Braunschweig (jd), 9. Februar 2016. Richtet sich der Ausruf „Bullenschweine“ gegen RB Leipzig oder die Polizei? Die Polizei ermittelt nach dem Schoduvel wegen des möglichen Tatbestands der Beleidigung.

Für das Rückspiel in der Zweiten Fußballbundesliga am Sonntag in Leipzig hatten sich einige Eintracht-Fans für einen Boykott des Spiels entschieden. Stattdessen nahmen sie mit einem Motivwagen am Karnevalsumzug teil. Doch an der Stadthalle wurden von den Teilnehmern die Personalien wegen des Vorwurfs der Beleidigung aufgenommen.
Der Fanrat reagierte in einem offenen Brief seinerseits beleidigt: Vor den Augen aller anderen Karnevalisten seien seine Teilnehmer öffentlich bloßgestellt worden, hätten sich personalisieren lassen müssen und durften sich nur unter der Bewachung von Beamten bewegen. Es sei allerdings nicht auszuschließen, dass es Schmährufe vom Fanwagen gegeben habe, aber: „Wir sind ein Wagen gegen das Geschäftsgebaren von Red Bull gewesen! Das wurde anhand der Optik des Wagens überdeutlich, war jedem Besucher bekannt und zeitweise wurde das Spiel aus Leipzig sogar mittels Radio über die Wagen-Lautsprecher übertragen. Natürlich wird in diesem Zusammenhang auch mal gegen die roten ’Bullen’ aus Leipzig gesungen, aber niemand hat in dem Moment an die Polizei gedacht“, heißt es in dem Brief, in dem die Einstellung der Ermittlungen gefordert wird.
Polizeisprecher Joachim Grande will aus einer Mücke keinen Elefanten machen und sagt dazu: „Kollegen von außerhalb haben Anzeige gegen einige, nicht alle, Teilnehmer erstattet. Bei Anzeigen müssen wir zunächst einmal ermitteln. Was dann dabei herauskommt, ist noch einmal eine andere Geschichte“. Vor allem die in den sozialen Netzwerken kursierenden Meldungen über die Beschlagnahmung des Wagens wären allerdings schlicht falsch.
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Randall Skeffington aus Braunschweig - Innenstadt | 12.02.2016 | 15:51  
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