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Erfolg mit bittersüßem Beigeschmack

Mit einem platzierten Schuss ins linke Eck erzielte Özkan Yildirim sein erstes Saisontor. Foto: Hübner

2. Fußball-Bundesliga: Baffo und Fejzic verletzen sich gegen Bochum – Engelhardt debütiert.

Von Elmar von Cramon, 24.10.2017.

Braunschweig. Die Erleichterung im blau-gelben Lager war groß: Endlich hatte sich Eintracht vor heimischem Publikum wieder einen dreifachen Punktgewinn erkämpft. Wie schon in den Wochen zuvor war das Verletzungspech aber weiterhin eine ungeliebte Begleiterscheinung. Heftig erwischte es diesmal Joseph Baffo, der mit einer Kreuzbandverletzung vom Platz musste. Zuvor war Jasmin Fejzic mit einer Beckenprellung ausgewechselt worden, so dass Ersatzkeeper Marcel Engelhardt zu seinem Zweitligadebüt kam.

„Das war kein unverdienter Sieg für uns, leider aber einer mit bitterem Beigeschmack“, erklärt Torsten Lieberknecht und bedauert den erneuten Ausfall zweier Leistungsträger: „Leider prägt das Verletzungspech unsere Saison.“

Kurz vor dem Führungstreffer durch Özkan Yildirim in der Anfangsphase war die Partie für Keeper Fejzic bereits beendet. Sein Vertreter Marcel Engelhardt ließ jedoch nichts anbrennen und bot bei seinem Punktspieldebüt im Profiteam eine tadellose Leistung. „Der Sieg war auch sein Verdienst, er hat bei mehreren Situationen gezeigt, dass er parat steht“, lobt Lieberknecht und hätte keine Bedenken, den 25-Jährigen auch beim kommenden Auswärtsspiel in Dresden aufzubieten, falls Fejzic nicht rechtzeitig fit wird.

Anders ist die Lage bei Joseph Baffo, der sich kurz vor der Pause im Zweikampf das Knie verdrehte. Gestern weilte der Schwede zu weiteren Untersuchungen in Augsburg bei Kniespezialist Ulrich Boenisch. „Er hat von Anfang an sehr gute Leistungen gezeigt, nun wird er uns wohl lange fehlen“, bedauert Lieberknecht den Ausfall des Defensivspezialisten, der Saulo Decarli nach dessen Abschied gleichwertig ersetzt hatte.

Mit Domi Kumbela und Mirko Boland fallen schon zwei weitere Akteure bis zur Winterpause aus, denen auch neben dem Platz eine wichtige Rolle zukommt. „Das sind Jungs, die uns in der Kabine fehlen und wichtig für die Hierarchie der Mannschaft sind“, so Lieberknecht, der sich dennoch kämpferisch gibt: „Wir wollen nicht lamentieren, sondern die Herausforderung annehmen. Jetzt muss sich eine neue Hierarchie bilden.“ Positiv stimmt ihn der Zusammenhalt, den die Mannschaft nach den erneuten Ausfällen am Sonntag gezeigt hat: „Einer hat für den anderen gekämpft. Man sieht, dass die Jungs füreinander da sind.“

Dies soll auch beim kommenden Auswärtsspiel bei Dynamo Dresden der Fall sein, wo die Löwen im Vorjahr nach einem 2:0-Vorsprung noch mit 2:3 unterlegen gewesen waren. „Eine Mannschaft mit viel Ballbesitz, die zu Hause versucht, Druck aufzubauen“, weiß der Eintracht-Coach um die Stärken der Elbestädter, freut sich aber trotzdem auf die traditionell stimmungsvolle Kulisse: „Das ist definitiv eines der Saison-Highlights.“

Stimmungsvoller geht es seit dem Bochum-Spiel auch wieder im Eintracht-Stadion zu, nachdem ein Teil der Fans seinen Anfeuerungsboykott ausgesetzt hatte: „Die Fans haben Gespür gezeigt; die Unterstützung war total wichtig für uns und hat gerade in den Schlussminuten ein paar Prozente mehr in die Beine der Spieler gebracht“, freut sich Lieberknecht.
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