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„Entscheidend ist immer der Zusammenhalt“

Erwartet viele Herausforderungen für Eintracht in der Rückrunde: Präsident Sebastian Ebel. SH

Interview mit Eintracht-Präsident Sebastian Ebel zur Saison der Blau-Gelben in der 2. Fußball-Bundesliga.

Von Elmar von Cramon, 29.12.2016.

Braunschweig. Eintracht-Präsident Sebastian Ebel spricht im nB-Interview über die Hinrunde in der 2. Fußball-Bundesliga und über seine Wünsche für das nächste Jahr.

?Nach einer fantastischen Hinrunde überwintert Eintracht als Tabellenführer. Wie haben Sie die Saison bislang erlebt?

!Es war in der Tat eine tolle Hinserie mit vielen guten Spielen. Aber auch mit vielen engen Ergebnissen. Die Siege wurden hart erkämpft.

?Was war für Sie das Highlight und was beziehungsweise wer hat Sie am meisten überrascht?

!Das Highlight war sicherlich das 2:2 gegen Hannover. Es hat gezeigt, dass wir auch gegen die Vereine mit deutlich höherem Budget mithalten können. Besonders freue ich mich über die tolle Entwicklung vieler Spieler. Natürlich sollte ich keinen herausheben, aber wie Domi Kumbela aktuell aufspielt, ist bemerkenswert.

?Eintracht gilt als Musterbeispiel für die positive Entwicklung eines Traditionsklubs. Warum tun sich andere Klubs mit einer gewissen Historie speziell in der zweiten Liga so schwer?

!Entscheidend ist immer der Zusammenhalt, nicht nur in der Mannschaft, sondern auch im Verein. Und da haben wir dank unseres Führungsteams dem einen oder anderen Verein etwas voraus. Dies gilt es zu bewahren und auszubauen. Ich bin dankbar für unser eingespieltes Führungsteam.

?Hat der Verein nach dem Abstieg aus der 1. Bundesliga mittlerweile genügend „Anlauf“ genommen, um die Herausforderungen im Aufstiegsfall zu meistern?

!Erst einmal müssen wir von Spiel zu Spiel denken. Gerade Hannover und Stuttgart haben einen sehr starken Kader.
Aber eins stimmt natürlich: Anders als 2013 sind unsere Infrastrukturinvestitionen abgeschlossen und wir wirtschaftlich deutlich stärker.

?Während Ken Reichel bereits seine zehnte Saison bei Eintracht Braunschweig bestreitet, war der Verein für Gerrit Holtmann oder Emil Berggreen augenscheinlich nur Durchgangsstation. Andererseits brachten solche Spieler hohe Ablösesummen ein, die wiederum halfen, das Team deutlich zu verstärken. Wie beurteilen Sie diese Entwicklung?

!Es ist toll zu sehen, welche Entwicklung Spieler bei uns nehmen, die nicht gleich den vielen Verlockungen von anderen Vereinen erliegen. Ich bin sicher, dies zahlt sich auch für sie aus. Umgekehrt tut es mir leid zu erkennen, dass Spieler mit tollen Voraussetzungen woanders scheitern. Geduld ist eine große Tugend, die sich oft auszahlt.

?Torsten Lieberknecht wies zuletzt auf fehlende Euphorie in Braunschweig hin. Teilen Sie diese Wahrnehmung und was könnte man gegebenenfalls daraus ableiten?

!Wir sind total euphorisch, aber auch realistisch. Dies gilt für die Allermeisten. Ohne Euphorie könnte das eine oder andere knappe Spiel auch anders ausgehen. Deshalb sind wir alle gefordert, die Mannschaft möglichst weit zu tragen.

?Was erwarten Sie für die Rückrunde und was wünschen Sie sich für das neue Jahr?

!Die Rückrunde wird eine echte Herausforderung. Unsere Konkurrenten werden uns alles abverlangen. Ich bin mir sicher, dass alle ihr Maximales geben werden. Und wer weiß, was daraus entstehen kann.
Dazu wünsche ich mir, dass wir gerade in Braunschweig die vielen guten Entwicklungen nutzen, um unser Umfeld positiv zu beeinflussen. Braunschweig muss durch uns alle eine weltoffene und liberale Stadt bleiben, die nicht den Populisten folgt.
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