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Empfindlicher Rückschlag durch die Niederlage gegen Jena

3. Fußball-Liga: Eintracht-Trainer Torsten Lieberknecht ärgert sich über unnötiges Foul

Von Elmar von Cramon

Braunschweig. Einen empfindlichen Rückschlag erlitten Eintrachts Drittligafußballer gestern gegen Carl Zeiss Jena. Mit 1:2 (0:1) unterlagen die Braunschweiger den Thüringern und verpassten so die Chance, sich nach fünf unbesiegten Partien weiter in der Tabelle zu verbessern.

Die Gäste traten von Anfang an selbstsicher auf und kamen bereits in der Anfangsphase zu guten Möglichkeiten. Schon nach zwei Minuten zielte Ziegner nur knapp am Eintracht-Tor vorbei, und gegen Hansen rettete Jasmin Fejzic in höchster Not (7.). Auf Seiten Eintrachts strahlten lediglich die von Christian Lenze getretenen Freistöße (16./18.) Torgefahr aus. Auch die Gäste waren nach Standardsituationen gefährlich: Bei Ziegners 30-Meter-Freistoß musste Fejzic sein ganzes Können aufbieten (24.). Danach verflachte die Partie, doch kurz vor der Pause folgte die kalte Dusche für Eintracht. Nach einem Ballverlust im Mittelfeld verschätzte sich zunächst Dennis Brinkmann, und anschließend ließ sich Jan Schanda im Laufduell von Hähnge abschütteln, der eiskalt zur Jenaer Führung vollendete (44.).
Im zweiten Durchgang hatten sich die Gastgeber augenscheinlich mehr vorgenommen: Die Hereinnahme von Kingsley Onuegbu belebte das Angriffsspiel. Nach schönem Solo scheiterte der Nigerianer jedoch am Pfosten (55.). Auch in der Folgezeit unternahmen die Blau-Gelben alle Anstrengungen, den Ausgleich zu erzielen. Doch Lenze (60/63.), Onuegbu (72.) und erneut Lenze brachten den Ball nicht im Tor unter. Schließlich dann doch der Ausgleich: Danneberg bediente Marcel Schied, der Jenas Keeper Nulle mit einem schönen Heber keine Abwehrchance ließ (78.).
Hektisch dann die Schlussphase: Nach einem überflüssigen Foul an der Strafraumgrenze unterbrach ein aus dem Block der Jena-Fans geworfener Feuerwerkskörper die Partie zunächst. Erst als Coach René van Eck die Fans beruhigt hatte, setzte der schwache Schiedsrichter Gagelmann das Spiel fort. Ziegner erwischte Fejzic auf dem falschen Fuß und nutze die Gelegenheit zur erneuten Gästeführung (81.). Nur wenige Minuten später war die Partie für den Torschützen nach einer offensichtlich rassistischen Beleidigung gegen Onuegbu jedoch beendet (87.). Eintracht warf in den letzten Minuten alles nach vorn, doch Gästekeeper Nulle rettete mit zwei Glanzparaden gegen Schied und Eilers den Sieg für seine Mannschaft.
„Wir haben zwar viele Chancen herausgespielt, hätten den Sieg aber nicht verdient gehabt“, gab Torsten Lieberknecht nach der Partie offen zu. Verärgert war der 35-Jährige über die Entstehung des zweiten Gegentreffers: „Es ist bekannt, dass Ziegner ein sehr guter Freistoßschütze ist. Das Foul war in dieser Situation völlig unnötig.“
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