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Emotionaler Abschied von Pfitzner und Vrancic

Verlassen nach der 0:2-Heimniederlage gegen Fortuna Düsseldorf enttäuscht den Platz: (v.l.) Mirko Boland, Marc Pfitzner, Jan Hochscheidt und Hendrick Zuck. Foto: Susanne Hübner

2. Fußball-Bundesliga: Eintracht unterliegt Düsseldorf zum Saisonabschluss im eigenen Stadion mit 0:2 – Gelb-Rot für Reichel.

Von Elmar von Cramon, 17.05.2016.

Braunschweig. Mit einer 0:2-Heimniederlage gegen Fortuna Düsseldorf beendete Eintracht vor ausverkauftem Haus die Fußball-Zweitligasaison. Kerim Demirbay (75./88.) sorgte mit einem Doppelschlag für den Auswärtserfolg der Rheinländer, für die es auch ohne eigenen Erfolg zum Klassenerhalt gereicht hätte. Das größere Highlight war ohnehin der Abschied von Damir Vrancic und Marc Pfitzner, die nach vielen erfolgreichen Jahren zum letzten Mal im Zweitligateam der Löwen aufgelaufen waren.

„Wir hätten das letzte Spiel zu Hause gern für uns entschieden, das haben wir nicht geschafft, haben uns aber ordentlich präsentiert. Man hat gesehen, dass die Mannschaft gewillt war, diesen Sieg einzufahren“, war Torsten Lieberknecht nicht unzufrieden. Ein Solo von Kerim Demirbay hatte Düsseldorf eine Viertelstunde vor Schluss den Führungstreffer beschert, knapp zehn Minuten später verwandelte Demirbay einen von Jan Hochscheidt an ihm selbst verursachten Foulelfmeter. Ärgerlich für die Blau-Gelben, dass Kapitän Ken Reichel kurz vor Spielende für eine angebliche Schwalbe die Gelb-Rote Karte sah und nun für den ersten Spieltag der neuen Saison ausfällt.
Der Eintracht-Coach bedankte sich bei den Fans für die Unterstützung, hatte die „Bühne“ vor der Südkurve aber Vrancic und Pfitzner überlassen: „Die Kurve hat heute zwei Spielern gehört, bei denen ich mich für ihr Engagement bedanken möchte. Jeder der beiden hat auf seine Art und Weise die vergangenen Jahre geprägt.“
Vorsänger Tilo Götz hatte die scheidenden Akteure direkt nach Abpfiff an der Südkurve in Empfang genommen und deren Verdienste gewürdigt. Anschließend wurden die beiden Eintracht-Legenden minutenlang von der Kurve gefeiert. Sichtlich bewegt trat Marc Pfitzner anschließend vor die Mikrofone der Journalisten: „Es war klar, dass der Tag irgendwann mal kommt. Ich bin froh, dass ich noch mal auflaufen durfte und die einzigartige Atmosphäre im Eintracht-Stadion aufsaugen durfte. Ich werde mir jetzt Gedanken machen, wie meine Zukunft aussieht“, so der Ur-Braunschweiger, dem ein Angebot des Vereins vorliegt, weiter für die U23 aufzulaufen. Darüber wird er sich in nächster Zeit Gedanken machen: „Der Verein hat erklärt, weiter mit mir arbeiten zu wollen, das kann ich mir auch sehr gut vorstellen.“
Auch der scheidende Vrancic war dankbar, nach seinem Muskelfaserriss rechtzeitig fit geworden zu sein, um ein letztes Mal vor heimischem Publikum auflaufen zu können. „Zum Glück hat es noch gereicht, danke an unsere medizinische Abteilung. Die letzten Minuten auf dem Rasen zu genießen war etwas, das ich noch mitnehmen wollte“, freute sich der Bosnier, der dem Verein 2013 durch seinen verwandelten Freistoß in Ingolstadt den Erstligaaufstieg sicherte und sich dadurch bei den Fans unsterblich machte: „Ich kannte Braunschweig vorher nicht, jetzt ist es meine Heimat geworden. Ich habe den Verein und die Fans ins Herz geschlossen.“ Wohin es den Mittelfeldspieler zieht, steht noch nicht fest: „Ich weiß noch nicht, wo ich nächste Saison spiele, hoffe aber, dass sich bald was ergibt.“
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