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Eiskalter Konter und eine Portion Glück

VfL-Jubel: Mario Gomez (links) und Co. feiern den Torschützen Daniel Didavi (Nummer 11). Sein Treffer reichte den „Wölfen“ zum 1:0-Sieg in Frankfurt. Foto: regios24/Darius Simka

Fußball-Bundesliga: VfL Wolfsburg feiert mit dem 1:0 in Frankfurt den ersten Saisonsieg.

Von Jens Neumann, 29.08.2017.
 

Wolfsburg. Glück muss man sich erarbeiten – das Glück hat sprichwörtlich der Tüchtige: Wenn es danach geht, dann haben die Bundesliga-Fußballer des VfL Wolfsburg in der vergangenen Trainingswoche richtig Gas gegeben – und sich so den 1:0 (1:0)-Auswärtssieg bei Eintracht Frankfurt auch verdient.

Keine Frage, beim „Lieblingsgegner“ in der Mainmetropole hatten die „Wölfe“ das nötige Quäntchen Glück in den entscheidenden Szenen. Gleich zweimal scheiterten die Frankfurter am Aluminium und haderten zudem mit dem Schicksal, als Neuzugang Kevin-Prince Boateng (27.) von Ignacio Camacho im Strafraum zu Fall gebracht wurde und Schiedsrichter Benjamin Cortus bereits auf den ominösen Punkt zeigte. Doch der Videobeweis zeigte, dass Boateng zuvor im Abseits gestanden hatte – und es ging mit Freistoß für die in Blau angetretenen Wolfsburger weiter.

Doch der Reihe nach: VfL-Chefcoach Andries Jonker hatte seine Mannschaft nach der 0:3-Auftaktpleite gegen Dortmund gleich auf vier Positionen umgestellt und agierte diesmal mit einem 3-6-1-System. Für die erkrankten Jakub Blaszczykowski und Kaylen Hinds rückten Josuha Guilavogui und Nany Landry Dimata ins Team. Ebenfalls neu in der Startelf waren Maxi Arnold und Neuzugang Marcel Tisserand, der damit seinen Einstand im VfL-Trikot gab. Zudem agierte Camacho zentral in der Dreier-Abwehrkette neben Robin Knoche und Tisserand.

Nach 20 Minuten des Abtastens, in der die „Wölfe“ durch einen Arnold-Freistoß (9.) die einzige Chance besaßen, nahm die Partie an Fahrt auf. Einen Kopfball von Mijat Gacinovic wehrte VfL-Schlussmann Koen Casteels stark zur Ecke ab. Und die führte prompt zum ersten Aluminiumtreffer der Eintracht: Der Kopfball von Neuzugang Sebastian Haller klatschte an den Innenpfosten, sprang ins Feld zurück – und endete im sehenswerten und spielentscheidenden Konter der Gäste.

Dimata legte nach außen auf Guilavogui ab, der sich rechts durchsetzte, flach nach innen passte. Und dort hatte sich Daniel Didavi von seinem Gegenspieler gelöst und vollendete aus Nahdistanz ins kurze Eck – das 1:0 nach 22 Minuten, das erste Saisontor für die „Wölfe“. Dimata und Mario Gomez (24.) hätten prompt nachlegen können, vergaben ihre Doppelchance jedoch.

In der Folgezeit drängte die Eintracht auf den Ausgleich – und hatte vor allem in der Endphase des ersten Durchgangs reichlich Chancen. Gacinovic (40.), Haller (41.) und Jonathan de Guzman (44.) ließen diese jedoch ungenutzt. Und Sekunden vor der Pause rettete wieder das Aluminium für die Gäste, als ein Gacinovic-Schuss an der Querlatte landete.

Im zweiten Abschnitt verteidigte der VfL vielbeinig die Führung. So klärte Tisserand (54.) gerade noch gegen Haller und de Guzman (55.) scheiterte per Aufsetzer an Koen Casteels.

Frankfurt versuchte viel, riskierte mehr und mehr. Doch die Wolfsburger verteidigten clever, während die Eintracht keine Mittel gegen das Bollwerk fand. So hatten die Gäste sogar die beste Chance in Hälfte 2, als Torjäger Mario Gomez das Leder eroberte, den Ball aber zu ungenau auf den eingewechselten und in der Mitte freistehenden Yunus Malli passte.
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