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Eintracht zum „Finalspiel“ beim Tabellendritten Holstein Kiel

Kiels Marvin Ducksch erzielt im Pokalspiel das 2:1-Siegtor gegen Eintracht-Torhüter Jasmin Fejzic. Foto: Susanne Hübner

2. Fußball-Bundesliga: Löwen bangen beim Relegationsteilnehmer um Fejzic und Abdullahi – Trauer um U15-Kapitän Prabakaran.

Von Elmar von Cramon, 11.05.2018.

Zum Saisonfinale steht eine ganze Menge auf dem Spiel für Eintrachts Zweitliga-Fußballer. Wenn die Löwen morgen (15.30 Uhr) bei Holstein Kiel antreten, bleiben 90 Minuten Zeit, eine völlig verkorkste Saison durch einen Sieg mit einem halbwegs versöhnlichen Resultat zu beenden. Auch ein Remis könnte unter Umständen reichen, die Klasse zu halten oder zumindest die Relegation gegen Karlsruhe zu sichern. „Die Mannschaft und ich sind völlig fokussiert. Ich habe ein gutes Gefühl, die Jungs haben gut trainiert“, ist Torsten Lieberknecht optimistisch.

Lieberknecht geht optimistisch in eine der wichtigsten Begegnungen seiner Trainerlaufbahn, die er ausgerechnet am Wochenende seines zehnjährigen Jubiläums auf der blau-gelben Trainerbank bestreiten muss: „Wir wissen, dass es ein besonderes Spiel, ein Finalspiel ist, mit dem du sehr viel vergessen lassen kannst.“
Ein Sieg bei Holstein Kiel reicht ihm und seinem Team auf jeden Fall zum Klassenerhalt, egal wie die anderen Konkurrenten spielen. Ein Remis setzt einen Darmstädter Erfolg gegen Aue oder einen Veilchen-Erfolg mit mindestens vier Toren Differenz gegen die Lilien voraus. Außerdem dürfte der FC Heidenheim in diesem Fall nicht gegen das Team von Greuther Fürth verlieren, das punktgleich mit Eintracht ist, aber die deutlich schlechtere Tordifferenz aufweist.
„Unser Ziel ist es immer, das Spiel zu gewinnen. Wir gehen nie mit einem anderen Gedanken in die Partie. Wir haben gesehen, dass wir in den letzten Spielen offensiv zu wenig getan haben, wollen mutiger auftreten und das Herz in die Hand nehmen“, skizziert der Eintracht-Coach den Matchplan und will sich weder von der Kieler Relegationsteilnahme noch von den möglichen Ergebniskonstellationen anderer Spiele ablenken lassen.
„Was der Gegner macht, können wir nicht beeinflussen. Wir nehmen von außen nichts mit ins Spiel, wir bleiben komplett bei uns.“
Rechtzeitig zum Saisonfinale könnte Suleiman Abdullahi als so dringend benötigte schnelle Offensivoption zur Verfügung stehen. Der Nigerianer absolvierte nach Individualeinheiten zu Wochenbeginn zuletzt auch das Mannschaftstraining. „Wir müssen noch abwarten; mit seinem Fuß wurde es aber von Tag zu Tag besser“, gibt sich der 44-Jährige vorsichtig optimistisch.
Keine Option sind weiterhin die Langzeitverletzten Joe Baffo, Christoffer Nyman und Steve Breitkreuz, auch Patrick Schönfeld (Muskelfaserriss) und Salim Khelifi, der sich beim U23-Spiel gegen Wolfsburg unter der Woche verletzte, fallen aus. Auf der Kippe steht der Einsatz von Keeper Jasmin Fejzic, bei dem unter der Woche ein Band sowie die Kapsel im Sprunggelenk gerissen waren. „Wenn er grünes Licht gibt, steht er auf dem Platz“, erklärt Lieberknecht.
Vor dem Saisonfinale in Kiel erreichte die Löwen die schockierende Nachricht, dass U15-Kapitän Eellavan Prabakaran am Donnerstag im Alter von nur 14 Jahren nach kurzer schwerer Krankheit verstorben ist. „Aus Respekt vor Eellavan haben wir uns dazu entschlossen, dass die Profis am kommenden Sonntag beim Auswärtsspiel gegen Kiel mit Trauerflor auflaufen“, erklärt Eintrachts sportlicher Leiter Marc Arnold.
So könnten sie spielen: Fejzic (Engelhardt) - Reichel, Valsvik, Tingager, Becker - Boland, Hochscheidt, Moll, Bulut (Sauer) - Abdullahi (Kumbela), Teigl (Biada).
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