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Eintracht will noch zwei Siege

Jubelte über den zweiten Treffer gegen den 1. FC Nürnberg: Eintrachts Ken Reichel. Foto: Susanne Hübner

Fußball: Löwen gastieren am Sonntag in Bochum – Lieberknecht rechnet mit Reichel-Verbleib.

Von Elmar von Cramon, 03.05.2016.

Braunschweig. Mit dem 3:1 gegen den 1. FC Nürnberg sind Eintrachts Zweitliga-Fußballer erfolgreich auf die Saison-Zielgerade eingebogen und hatten mit dem überzeugenden Sieg gegen die Franken die richtige Antwort auf das schwache 0:1 gegen 1860 München parat. Für das Saisonfinish gegen den VfL Bochum und Fortuna Düsseldorf hofft Torsten Lieberknecht nun auf ähnlich ansprechende Leistungen.

„Die Mannschaft hat die geforderte Reaktion auf das 1860-Spiel gezeigt. Wir haben bewiesen, dass wir die Qualität zu solchen Leistungen besitzen“, war der Eintracht-Coach zufrieden und blickt bereits auf die nächste Spielzeit: „In Zukunft müssen wir größere Konstanz entwickeln, um diese Qualität noch öfter abzurufen. Es wird auch kommende Saison so sein, dass in der zweiten Liga jeder jeden schlagen kann.“
Wie eng es im Unterhaus zugeht, zeigt auch die Tatsache, dass für die Blau-Gelben zwischen Rang fünf und 13 theoretisch noch jede Platzierung möglich ist: „Die Gefahr, weiter hinten zu landen, ist noch nicht gebannt, deshalb wollen wir beide noch ausstehenden Spiele gewinnen“, weiß Lieberknecht und hofft auf einen entsprechend guten Auftritt beim VfL Bochum am kommenden Sonntag. „Der VfL spielt eine sehr starke Saison, auch wenn er vielleicht darauf gehofft hat, noch weiter nach oben zu kommen“, zollt er dem sechstbesten Rückrundenteam Respekt.
Festgelegt hat sich Lieberknecht für das Bochum-Spiel bereits in der Torhüterfrage. Statt Rafal Gikiewicz wird Jasmin Fejzic im Tor stehen und so die Belohnung für seine guten Trainingsleistungen erhalten. Somit kommt der WM-Teilnehmer 2014 nach sieben Jahren wieder zu einem Punktspieleinsatz für Eintracht. Letztmalig hatte der Bosnier im Mai 2009 beim Drittligaspiel in Regensburg das Eintracht-Tor gehütet, bevor er zu Greuther Fürth zurückkehrte.
Noch keine Neuigkeiten gibt es zu Wochenbeginn in Sachen Vertragsverlängerung von Ken Reichel, der gegen Nürnberg bereits seinen siebten Saisontreffer erzielte. „Ich glaube, dass er ein wichtiger Bestandteil der Mannschaft bleiben möchte und denke, dass er das, was er sich hier aufgebaut hat, nicht einfach aufgibt“, rechnet der Eintracht-Coach mit einem Verbleib des torgefährlichen Außenverteidigers, der in den vergangenen beiden Spielzeiten elf Treffer verbuchte.
Klar ist jedoch auch, dass gute Linksverteidiger zur Gruppe begehrter Akteure zählen: Ligakonkurrent RB Leipzig ließ sich den Transfer von St. Paulis Mark Halstenberg über drei Millionen Euro kosten und mit Chris Löwe (Kaiserslautern) gab ein anderer Linksverteidiger seinen Wechsel zu Huddersfield Town in die zweite englische Liga bekannt. In der „Championship“ stehen momentan sieben deutsche Spieler unter Vertrag, voraussichtlich dürfte sich die Anzahl angesichts der Finanzkraft englischer Clubs im Sommer noch weiter erhöhen.
Ein Trend, den auch Lieberknecht kritisch sieht: „Nicht nur für uns besteht die Gefahr, dass Spieler abgeworben werden. Wenn allerdings schon Spieler aus unserer 3. Liga dorthin wechseln, werden sich die Leute dort irgendwann fragen, was mit den eigenen Jugendspielern und der Nachwuchsförderung passiert.“
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