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Eintracht verliert Tabellenführung

Hatte die Nase voll nach der 0:2-Niederlage bei Union Berlin: Eintrachts Nik Omladic. Foto: imago

2. Fußball-Bundesliga: 0:2-Niederlage bei Union Berlin – Marc Arnold: „Blick nach vorne richten“.

Von Elmar von Cramon, 06.12.2016.

Braunschweig. Durch das 0:2 bei Union Berlin verpassten es Eintrachts Zweitliga-Fußballer am Montagabend nach Punkten nachzuziehen und verloren somit die Tabellenführung somit an den VfB Stuttgart.
In einer lange Zeit ausgeglichenen Partie auf rutschigem Geläuf an der alten Försterei nutzten die Gastgeber zwei Unachtsamkeiten in der blau-gelben Hintermannschaft zu zwei Treffern durch Simon Hedlund (57.) und Dennis Daube (82.). Eintracht erwartet nun am Sonntag Arminia Bielefeld zum vorletzten Spiel vor der Winterpause.

„Es ist sensationell, dass wir so lange dort oben gestanden haben, deshalb ist es aus meiner Sicht nicht so dramatisch“, erklärt Marc Arnold in Bezug auf den Verlust der Tabellenführung.
Beide Teams hatten sich von Beginn an gut aufeinander vorbereitet gezeigt, sich bei winterlichen Bedingungen weitestgehend neutralisiert. Ein Hackentrick von Unions Felix Kroos (28.) war die einzige nennenswerte Torchance für eine der beiden Mannschaften, sodass die Torleute Jasmin Fejzic und Jesper Busk im ersten Durchgang auch weitestgehend beschäftigungslos geblieben waren.
In der Anfangsphase des zweiten Durchgangs stand beiden Teams die Chance offen, der Partie ihren Stempel aufzudrücken. Doch zunächst scheuten die Kontrahenten mehr Risiko, um das Spiel eventuell zu ihren Gunsten zu entscheiden. Aus dem Nichts kamen die Löwen dann zu einer guten Chance, als Domi Kumbela aus der Distanz abzog und der von Hedlund noch abgefälschte Ball vom Innenpfosten zurück ins Feld sprang. Die „Eisernen“ hatten mehr Glück. Damir Kreilach bediente Hedlund an der Strafraumgrenze; dieser wurde nicht angegangen und vollendete nach einer knappen Stunde trocken ins rechte untere Eck. „Es war fast klar, dass derjenige, der es in dieser Phase schafft, in Führung zu gehen, auch als Sieger den Platz verlässt“, so der sportliche Leiter der Löwen, dem momentan die Stabilität, „so ein Spiel ohne Gegentor bestreiten zu können“, fehlt. „Anschließend haben wir keinen richtigen Zugriff mehr auf das Spiel gekriegt, um Druck aufbauen zu können“, so der 46-Jährige weiter.
Stattdessen kamen die vom lautstarken Anhang nach vorne gepeitschten Berliner zum zweiten Treffer. Nach einem von Fejzic zur Seite abgewehrten Schuss schaltete Union schneller als die Braunschweiger Defensive, sodass Daube den Löwen-Keeper aus der Kurzdistanz überwinden konnte. „Ich bin kein Freund davon, die Tore auf Glück und Pech zurückzuführen, bei beiden Toren hatten wir Überzahl im Sechzehner, waren aber nicht konsequent genug im Zweikampf“, bemängelt Arnold, der nun eine konzentrierte Leistung im anstehenden Heimspiel gegen Arminia Bielefeld sehen möchte: „Wir müssen den Blick schnell wieder nach vorne richten, das Spiel abhaken, uns gut auf Bielefeld vorbereiten und das Gesicht zeigen, das wir in den letzten Heimspielen gezeigt haben.“
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