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Eintracht unterliegt Hannover 96 mit 0:1

Zweikampf mit allen Mitteln: Eintrachts Quirin Moll (r.) gegen Marvin Bakalorz (Hannover). Foto: SH

Fußball: Erste Derby-Niederlage seit 1997 – Lieberknecht: „Können erhobenen Hauptes zurück nach Braunschweig fahren“.

Von Elmar von Cramon, 15.04.2017.

Hannover. Zum ersten Mal seit 19 Jahren hat Eintracht das Niedersachsenderby gegen Hannover 96 verloren. Vor 42 700 Zuschauern unterlag die Elf von Torsten Lieberknecht dem Erzrivalen mit 0:1 (0:1). Niclas Füllkrug erzielte nach einer guten halben Stunde den Treffer des Tages, der den Roten vorübergehend die Tabellenführung in der 2. Fußball-Bundesliga einbringt.

„Ich glaube, dass wir insgesamt ein ausgeglichenes Spiel gesehen haben. Beide Mannschaften haben wenig Torraumszenen gehabt“, erklärte Torsten Lieberknecht nach der Partie und zeigte sich trotz der Niederlage mit seinem Team nicht unzufrieden: „Ich kann mit meiner Mannschaft erhobenen Hauptes aus diesem Stadion wieder zurück nach Braunschweig fahren, weil ich eine Elf gesehen habe, die mutig war und in vielen Bereichen versucht hat, sich ebenbürtig zu zeigen.“
Die für beide Mannschaften so wichtige Partie begannen die Erzrivalen zwar keineswegs vorsichtig, dennoch gab es für beide Torhüter in den ersten zehn Minuten kaum Arbeit. Als erstes wurden die Gastgeber gefährlich, doch Jasmin Fejzic konnte den gut getretenen Freistoß von Edgar Prib aus der Gefahrenzone befördern (11.). Auch beim Vorstoß von Miiko Albornoz über links zeigte sich der Bosnier auf dem Posten (16.).
Auf der Gegenseite kam Gustav Valsvik nach einer Ecke zum Kopfball, zielte aber über den Kasten der Hannoveraner (19.). Diese kamen durch Prib in der Folge zu zwei weiteren Chancen: Zuerst köpfte der Ex-Fürther nach Flanke von Füllkrug neben das Tor (22.) und verzog dann nach einer unübersichtlichen Situation im Eintracht-Strafraum (27.). Dennoch gingen die Gastgeber in Führung: Fejzic konnte einen Prib-Freistoß zur Ecke klären, die Füllkrug aus kurzer Distanz im rechten unteren Eck versenkte (32.).
Dann hatten die Löwen Pech: Julius Biada wurde von Martin Harnik im Strafraum klar gehalten, der fällige Elfmeterpfiff blieb jedoch aus (36.). Für den Bundesligaabsteiger versuchte sich danach erneut Füllkrug, zielte von halblinks jedoch mehrere Etagen zu hoch (44.).
Die Gastgeber erarbeiteten sich nach dem Wechsel erneut die erste Torchance, doch Marvin Bakalorz zielte aus der Distanz ans linke Außennetz (55.) Die Löwen versuchten den Gegner zwar früher zu stören, hatten sich nach einer Viertelstunde aber noch keine klare Gelegenheit herausgespielt. Stattdessen musste, Fejzic nach einem Konter gegen Prib Schlimmeres verhindern (64.).
Dann wurden die Blau-Gelben endlich gefährlich, als Biada eine Reichel-Flanke im Strafraum zwar mustergültig annahm, im Fallen aber nur das Außennetz traf (65.). Die Gastgeber machten in der Folge erneut Druck: Zunächst verzog Füllkrug von halblinks, bevor Fejzic mit einer Glanzparade gegen Prib das 2:0 verhinderte (67.).
Eintracht tat sich weiterhin schwer in der Offensive und kam erst zu einer weiteren Chance, als sich Valsvik nach schönem Solo ein Herz fasste und Philipp Tschauner mit einem Distanzschuss zu einer Parade zwang (77.). Anschließend hatten die Gastgeber Glück, als Tschauner an einer Ecke von Nik Omladic vorbeiflog, aber auch kein Eintracht-Spieler mehr an den Ball kam (81.).
In den Schlussminuten parierte Fejzic einen Kopfball des eingewechselten Artur Sobiech (85.), während Decarli in aussichtsreicher Freistoßposition an Tschauner scheiterte (90.). In der Nachspielzeit vergab Onel Hernandez per Direktabnahme die letzte Chance zum Ausgleich, bevor das Spiel abgepfiffen wurde.
Mannschaft:
Fejzic - Reichel, Valsvik, Decarli, Ofosu-Ayeh - Moll - Boland (80. Omladic), Hochscheidt - Biada (80. Abdullahi) - Hernandez, Nyman (62. Kumbela).
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