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Eintracht pirscht sich ran

Wurde vom Trainer gelobt: Jan Hochscheidt. Foto: Hübner

Fußball: Löwen spielen Samstag in Aalen.

Von Elmar von Cramon, 14.04.2015.

Braunschweig. Eintracht pirscht sich ran. Nachdem das Montagsspiel zwischen Kaiserslautern und Düsseldorf 1:1 endete, sind es für die Blau-Gelben „nur“ noch sechs Punkte bis Tabellenplatz zwei in der 2. Fußball-Bundesliga.

Für Torsten Lieberknecht aber kein Grund zur Euphorie, auch wenn er sich zufrieden mit dem 2:0 gegen 1860 München zeigt: „Wir haben das Spiel im Griff gehabt und verdient gewonnen. Vor der Pause hatten wir allerdings eine Phase, in der sich der Schlendrian eingeschlichen hatte.“ Sehr zufrieden war Lieberknecht mit der Leistung von Jan Washausen. Der 26-Jährige überzeugte im defensiven Mittelfeld und empfahl sich für weitere Aufgaben: „Jan hat in den vergangenen Wochen sehr auffällig trainiert, deshalb war sein Einsatz die logische Konsequenz. Er hat gegen 1860 seine Spielintelligenz unter Beweis gestellt“, so der 41-Jährige, der sich freut, dass mit Washausen „ein Spieler aus unserem eigenen Nachwuchs“ überzeugte und bewies „dass man bei uns durch gute Trainingsleistungen seine Chance erhält.“
Auch Jan Hochscheidt, der den ersten Treffer durch Hendrick Zuck vorbereitete, und beim zweiten Tor selbst vollstreckte, erhielt ein Lob vom Trainer: „Für Jan freut mich, dass er endlich mal wieder das Gefühl genießen konnte, ein Tor zu schießen. Er ist generell ein sehr torgefährlicher Spieler, der noch besser spielen kann, als momentan.“
Da auch Darmstadt nur Remis spielte, rückten die Blau-Gelben näher an den Pulk an der Tabellenspitze heran, sodass es bis zum Relegationsrang nur noch fünf Punkte sind: „Wir sind unruhig in diese nicht ganz einfache Saison gestartet. Was man der Mannschaft bescheinigen kann, ist, dass sie den Worten Taten folgen lassen hat“, ist Lieberknecht zufrieden mit der Ausbeute von 44 Zählern. Ob aus der Tuchfühlung nach oben mehr werden kann, möchte der Coach aber nicht mutmaßen: „Mir ist wichtig, dass sich die Mannschaft in Richtung Zukunft entwickelt, was momentan der Fall ist. Deshalb bin ich auch nicht enttäuscht, egal wie die Saison ausgeht.“
Respekt hat Lieberknecht vor allem vor dem Konkurrenten aus Karlsruhe: „Die guten Leistungen sind keine Überraschung. Der KSC hat eine supergewachsene Mannschaft, wir sind momentan wieder auf dem Weg dahin. Die Badener sind das einzige Spitzenteam, auf das die Löwen noch treffen. Das „psychologische Moment“ sieht er durch die Ergebnisse momentan jedenfalls auf Eintrachts Seite: „Sechs Punkte auf den FCK sind sicherlich nicht viel, das waren schon mal zehn.“
Dennoch beurteilt er die Ausgangslage im Hinblick auf die Restsaison als „schwierigste Position“ von allen oberen Teams. Der Grund: Neben den fehlenden Möglichkeiten, weiteren Konkurrenten Punkte abzunehmen, kommen alle anderen Gegner aus dem Tabellenmittelfeld oder befinden sich im Abstiegssumpf: „In Aue oder Aalen herrscht der pure Existenzkampf, zudem fühlt sich Aalen durch den Zwei-Punkte-Abzug ungerecht behandelt. Das hat dazu geführt, dass dort alles noch enger zusammengerückt ist.“
Für das Spiel in Aalen (Samstag, 13 Uhr) droht auch Emil Berggreen auszufallen. Den Stürmer plagt eine Schleimbeutelentzündung im Knie.
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