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Eintracht oft im Aufstiegskampf

Trug 2012/13 maßgeblich zu Eintrachts Bundesliga-Aufstieg bei: Domi Kumbela. Foto: Hübner

Fußball: Rückblick auf die Zweitligastarts der Blau-Gelben in den vergangenen Jahren.

Von Elmar von Cramon, 18.11.2016.

Braunschweig. Mit 26 Zählern aus zwölf Spielen weisen Eintrachts Zweitliga-Fußballer momentan eine äußerst erfreuliche Bilanz auf. In den vergangenen Jahrzehnten griffen die Löwen im ersten Saisondrittel des Öfteren in den Aufstiegskampf ein, hielten aber nicht immer bis zum Saisonende durch. Die nB blickt auf einige der teils spektakulären Saisonverläufe zurück.

Saison 2012/13: In der Aufstiegssaison 2012/13 war die Mannschaft sensationell gestartet und hatte nach zwölf Partien bereits 30 Zähler auf dem Konto. Erst am 15. Spieltag kassierte man bei Energie Cottbus die erste Saisonniederlage. Im Unterschied zur Bilanz vor vier Jahren haben die Löwen diesmal nach zwölf Spielen ein Torverhältnis von 23:12 (damals 21:5). Torjäger Domi Kumbela, der nach zwölf Spielen schon siebenmal für Eintracht getroffen hat, fand damals erst im Laufe der Saison zu seiner Torgefährlichkeit und hatte bis zum elften Spieltag erst zwei Treffer erzielt. Anschließend konnte er in 19 weiteren Einsätzen aber satte 17 Tore erzielen und trug so maßgeblich zum sensationellen Aufstieg in die Bundesliga bei.
Saison 2011/12: Ein Jahr zuvor hatten die Löwen als Aufsteiger einen spektakulären Start hingelegt und waren an den ersten beiden Spieltagen Tabellenführer. Danach gelang es der Lieberknecht-Elf, bis in den Herbst Tuchfühlung zur Tabellenspitze zu bewahren. Nach zehn Spielen wies das Team eine Niederlage auf, rutschte dann aber langsam ins Tabellenmittelfeld ab. In der Endabrechnung erreichten die Löwen einen guten achten Rang, wiesen aber eine kuriose Rückrundenbilanz auf, nachdem sie im zweiten Saisonabschnitt elfmal Unentschieden gespielt hatten.
Saison 2005/06: Auch in der Spielzeit 2005/06 war es den Löwen bereits gelungen, den Aufstiegsschwung mit in die 2. Liga zu nehmen: Unter Trainer Michael Krüger eroberten die Blau-Gelben am vierten Spieltag die Tabellenspitze und kegelten Bundesligist Borussia Dortmund aus dem DFB-Pokal. Bis Anfang Dezember war die Mannschaft im Verfolgerfeld der Tabellenspitze zu finden, drei Niederlagen vor Weihnachten machten die Hoffnungen auf einen Durchmarsch jedoch zunichte. In der Rückrunde spielte die Mannschaft nicht mehr ganz so schwungvoll, letztlich gelang mit Platz 12 aber ein solider Abschluss.
Saison 1989/90: Im Herbst 1989 träumten die Eintracht-Fans beim Mauerfall im November bereits von der Bundesliga: Vorausgegangen war ein spektakulärer Start, mit einem Heimsieg gegen Hannover 96, einem 5:1-Auswärtserfolg gegen Schalke 04 und einem 3:2-Pokalerfolg gegen den amtierenden DFB-Pokalsieger Borussia Dortmund. Unter Uwe Reinders war die Mannschaft nach 18 Spieltagen Tabellenzweiter und hatte zu Zeiten der Zweipunkteregel eine Bilanz von 25:11 Zählern (Dreipunkteregel: 37 Punkte). Danach riss jedoch der Faden und nach sechs sieglosen Begegnungen vor dem Fest auch der Kontakt zur Tabellenspitze. Die Rückrundenbilanz war danach die schlechteste aller Zweitligateams, so dass am Ende ein enttäuschender siebter Platz herauskam. Immerhin war im Pokalwettbewerb nach einem 0:2 gegen Werder Bremen erst im Halbfinale Schluss.
Saison 1980/81: Fast zehn Jahre zuvor waren die Löwen in die damals noch in Nord- und Südstaffel mit jeweils 22 Teams geteilte 2. Liga abgestiegen: Nach einem durchschnittlichen Start fand sich das Team von Trainer Uli Maslo auf dem siebten Tabellenplatz wieder. Bis Weihnachten hatte sich die Mannschaft dann aber immerhin auf den vierten Rang emporgearbeitet. Die am 3. Januar gestartete Rückserie leiteten die Blau-Gelben mit sechs Siegen hintereinander ein und untermauerten so ihre Aufstiegsansprüche. In einem Fernduell mit Hertha BSC konnte die Mannschaft die Berliner am drittletzten Spieltag mit einem 4:2-Erfolg in Berlin überflügeln. Zuvor war das Team im DFB-Pokal bis ins Halbfinale vorgestoßen, hier aber dem 1. FC Kaiserslautern unterlegen. Als Zweitplatzierte hinter dem feststehenden Aufsteiger Werder Bremen traten die Löwen nun gegen den Süd-Zweiten Kickers Offenbach an und entschieden den Aufstiegskampf nach einem 0:1 im Hinspiel durch einen 2:0-Rückspielerfolg für sich.
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