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Eintracht nutzt Überlegenheit nicht aus

3. Fußball-Liga: Bittere Niederlage gegen Dresden – Lieberknecht: „Wir werden hart an Chancenverwertung arbeiten“

Von Elmar von Cramon, 29.03.2009

„An unserer Chancenverwertung werden wir hart arbeiten müssen“, kündigte Eintracht-Trainer Torsten Lieberknecht angesichts von nur zwei Treffern aus den letzten sieben Partien an.

Wie schon in den vergangenen beiden Begegnungen konnte Eintracht die Feldüberlegenheit und ein Eckenplus von 18:7 nicht in Tore ummünzen: „Die Spieler müssen sich fragen lassen, wo die letzte Konsequenz im Abschluss ist“, sagte Lieberknecht, der seinem Team in puncto Einstellung, Spielordnung, Lauf- und Kampfbereitschaft jedoch keinen Vorwurf machen wollte.
Spielentscheidend war hingegen die Tatsache, dass es erneut nicht gelang, im Strafraum des Gegners kaltschnäuzig zu agieren. Bereits in der Anfangsphase verpasste die Lieberknecht-Elf die Führung, als Dennis Kruppkes Schuss zur Ecke abgewehrt wurde (12.) und Marcel Schied Gäste-Keeper Keller zu einer Glanzparade zwang (14.). Zwar kam auch Dynamo Dresden durch Wagefelds Freistoß (15.) und Dobrys Kopfball (16.) zu Torgelegenheiten, doch insgesamt agierte Eintracht deutlich druckvoller.
Kurz vor der Pause schien sich die Überlegenheit ausgezahlt zu haben, doch Schiedsrichter Markus Schmidt verweigerte Fait-Florian Bansers Abstaubertor wegen einer Abseitsstellung die Anerkennung (39.).
Nach dem Wiederanpfiff spielten sich zunächst einige Dresdner Anhänger durch das mehrfache Abbrennen von Feuerwerkskörpern unrühmlich in den Vordergrund, bevor das runde Leder wieder im Mittelpunkt stand.
Lieberknecht versuchte durch die Hereinnahme von Marc Vucinovic noch mehr Druck auf dem rechten Flügel zu entfachen, doch in Führung ging Dynamo: Im Strafraum ging Dennis Brinkmann ungeschickt gegen Müller zu Werke, den anschließenden Foulelfmeter verwandelte Savran sicher (60.).
Nach dem Rückstand versuchte Eintracht die Offensivbemühungen auszuweiten, doch meist agierten die Blau-Gelben dabei zu umständlich. Eine der größten Chancen verpasste Marcel Schied. Nachdem Dynamo-Keeper Keller bei einem Klärungsversuch sein Tor verlassen hatte, übersah der Angreifer den besser postierten Tim Danneberg und verfehlte mit seinem Schuss das Dresdner Gehäuse (65.)
Auch zehn Minuten später hatte der Ex-Rostocker kein Glück. Sein Schussversuch aus 14 Metern kullerte nach schöner Vorarbeit von Boland rechts am Tor vorbei. Auch zwei Distanzschüsse von Boland (81.) und Schanda (86.) brachten auf dem durch den Regen aufgeweichten Platz nicht den gewünschten Erfolg.
In der Schlussminute jubelte Eintracht, nachdem Schied Kruppke bedient hatte, der den Ball ins Tor köpfte. Abermals wurde den Blau-Gelben der Treffer jedoch aberkannt, da das Schiedsrichtergespann den Torschützen zu unrecht im Abseits gesehen hatte.
So durften am Ende lediglich die Gäste jubeln, die den Erfolg in der Schlussphase leidenschaftlich verteidigten. Dresdens Torschütze Halil Savran zollte Eintracht nach der Auseinandersetzung Respekt: „Das war ein sehr glücklicher Sieg für uns, Braunschweig hat ein starkes Spiel gezeigt. Sie waren feldüberlegen und hatten die größeren Chancen und Spielanteile.“
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