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Eintracht muss tief in die Tasche greifen

Beim Heimspiel von Eintracht Braunschweig gegen Hannover 96 wurden bengalische Feuer und Rauchbomben gezündet. Foto: SH

Fußball: Der DFB hat die Braunschweiger zu einer Geldstrafe von 35 000 Euro verurteilt – Auch andere Vereine bestraft.

Von Elmar von Cramon, 27.05.2014.

Braunschweig. Fußball-Zweitligist Eintracht Braunschweig muss tief in die Tasche greifen: Der DFB verurteilte den Verein zu einer Geldstrafe von 35 000 Euro und zu einem zur Bewährung ausgesetzten Zuschauerteilausschluss in einem Meisterschaftsspiel.

Beim Niedersachsenderby gegen Hannover 96 am 6. April waren wiederholt bengalische Feuer und Rauchbomben in Block neun der Südkurve gezündet worden. Außerdem flogen laut DFB-Sportgericht ein Feuerzeug sowie ein Apfel in Richtung eines Gästespielers. Eine Woche zuvor hatte es kurz nach Beginn des Auswärtsspiels in Leverkusen Becher-Wurfattacken auf den Schiedsrichterassistenten vor einem Eckball gegeben.
Der Teilausschluss der Zuschauer bezieht sich insbesondere auf die Geschehnisse während des Derbys und wurde für Block neun in den kommenden elf Monaten zur Bewährung ausgesetzt. Sollten sich zukünftig ähnlich schwerwiegende Vorkommnisse ereignen, träte der Ausschluss der Zuschauer in Block neun für eine Partie in Kraft.
„In den vergangenen drei Spielzeiten mussten wir aufgrund von Verfehlungen einzelner Personen mehr als 150 000 Euro Geldstrafen an den DFB zahlen, über 100 000 Euro davon alleine in der abgelaufenen Bundesliga-Saison. Der drohende Teilausschluss stellt nun den traurigen Höhepunkt hierbei dar“, ärgert sich Eintracht Geschäftsführer Soeren-Oliver Voigt und kündigt ein hartes Vorgehen gegen die Verursacher an.
„Die Vorfälle beim Heimspiel gegen Hannover 96 können zum jetzigen Zeitpunkt mindestens zwei Personen konkret zugeordnet werden. In beiden Fällen werden wir die ermittelten Täter zivilrechtlich in Regress nehmen und darüber hinaus Stadionverbote aussprechen.“
Zuvor waren bereits mehrere Vereine vom DFB wegen Vorfällen bestraft worden, die sich beim jeweiligen Gastspiel der Klubs im Eintracht-Stadion ereignet hatten: Der VfL Wolfsburg erhielt eine Strafe von 20 000 Euro für das Abbrennen bengalischer Feuer und Böller sowie den Wurf von jeweils zwei Raketen, Böllern und Trinkbechern auf die Laufbahn. Auch die Fans des FC Bayern waren an der Hamburger Straße auffällig geworden und wurden wegen Zündens von Rauchbomben im Gästeblock in Braunschweig, Dortmund und Mönchengladbach zu insgesamt 15 000 Euro Strafe verurteilt.
Vor diesem Hintergrund der Strafzahlungen an den DFB wirkt es sich für Eintracht Braunschweig nunmehr kaum positiv aus, dass der Klub von der Fifa Abstellungsprämien für die WM-Teilnehmer Ermin Bicakcic (Bosnien-Herzegowina) und Daniel Davari (Iran) erhält.
Jeder Verein kassiert von der Fifa pro teilnehmenden WM-Spieler ab dem 29. Mai bis zum Tag nach dem Ausscheiden aus dem Wettbewerb eine Prämie. Für jeden Akteur, der beim Verein in den letzten beiden Jahren unter Vertrag stand, werden pro Tag 2800 US-Dollar gezahlt. Für Davari und Bicakcic kämen so ungefähr 120 000 Euro zusammen, im Falle eines Weiterkommens von Bosnien sowie dem Iran entsprechend mehr.
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