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Eintracht müht sich vergeblich

Einer der Besten gegen Fürth: Eintrachts Mirko Boland (r.). SH

2. Fußball-Bundesliga: Serie der Löwen beim 0:1 gegen Fürth gerissen – Rote Karte für Decarli.

Von Elmar von Cramon, 29.09.2015.

Braunschweig. Die Erfolgsserie von Eintrachts Zweitliga-Fußballern ist gerissen: Beim 0:1 (0:1) gegen Greuther Fürth musste die Elf von Torsten Lieberknecht erstmals seit dem 15. August (0:2 gegen Leipzig) wieder eine Niederlage einstecken. Zwischenzeitlich hatten die Löwen in fünf Spielen ohne Niederlage eine sensationelle Torbilanz von 16:0 erzielt.

„Der Sieg war aufgrund der ersten Halbzeit verdient, da wir als Mannschaft in mehreren Situationen keine gute Ordnung gehabt haben“, kritisierte Lieberknecht und ärgerte sich, dass Emil Berggreens Einschussgelegenheit kurz nach dem Anpfiff kein Tor nach sich zog. Besser machten es die Gäste nach einem schulbuchmäßig vorgetragenen Konter: Valon Berisha hatte von links nach innen gepasst, wo Robert Zulj von einem Ausrutscher Joseph Baffos profitierte und trocken ins linke Eck vollendete (13.).
Anschließend kam es für die Löwen noch dicker: Kapitän Marcel Correia musste verletzt vom Platz, was einen Systemwechsel von 3-4-3 zu 4-4-2 nach sich zog und die blau-gelbe Defensive zunächst verunsicherte. Rafal Gikiewicz, der erstmals seit 477 Minuten wieder hinter sich greifen musste, parierte mehrfach bravourös gegen die Franken. Den Blau-Gelben gelang es selten, Struktur in die Angriffsversuche zu bringen. Hendrick Zucks Direktabnahme kurz vor dem Wechsel war die einzig nennenswerte Gelegenheit vor der Pause.
Nach dem Wechsel kamen die Löwen griffiger aus der Kabine: „Die Mannschaft hat es in der zweiten Hälfte besser gemacht, ich hätte ihr gewünscht, dass sie sich den verdienten Ausgleich holt“, so Lieberknecht, der vergeblich auf besseres Schussglück hoffte: Baffos Direktabnahme klatschte gegen die Latte (60.), die Distanzversuche von Berggreen (69.), Zuck (Freistoß/71.) und Jan Hochscheidt (74.) verfehlten ihr Ziel oder wurden von Keeper Sebastian Mielitz geklärt.
In der Schlussphase senkte sich eine Flanke des eingewechselten Salim Khelifi gefährlich in Richtung des Fürther Kastens und markierte die letzte Gelegenheit für die Löwen. Kurz vor Spielende kam der eingewechselte Ex-Braunschweiger Domi Kumbela frei vor Gikiewicz zum Schuss, doch einmal mehr war der Pole ein sicherer Rückhalt (87.).
Bitter dann in der Nachspielzeit: Nach einem harten Einsteigen gegen Berggreen ließ sich Saulo Decarli von Jürgen Gjasula provozieren und touchierte den Albaner am Hals, was Schiedsrichter Ittrich als Tätlichkeit sah und Decarli vom Platz schickte: „Eine dumme Aktion und eine berechtigte Rote Karte“, kritisierte Lieberknecht den Schweizer, der nun wegen einer Sperre für das Heimspiel gegen Union Berlin (Sonntag, 13.30 Uhr) nicht zur Verfügung steht.
Im Duell mit den „Eisernen“ möchte Lieberknecht seiner Mannschaft die Lockerheit zurückbringen, die der Elf auswärts in jüngster Vergangenheit drei Siege in Folge beschert hatte: „Du hast immer das Gefühl, dass sich das Team zu Hause großen Druck macht, den Fans den Sieg schenken zu wollen und deshalb nicht so frei wie auswärts auftritt. Dem wollen wir auf den Grund gehen.“
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