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Eintracht gegen den VfB Stuttgart: Remis in packendem Spitzenduell

Torjubel bei den Blau-Gelben: (v.l.) Hendrick Zuck, Christoffer Nyman und Ken Reichel freuen sich über das 1:1. Foto: imago

2. Fußball-Bundesliga: Zwei Elfmeter für die Löwen – Beide Trainer mit ihren Teams zufrieden.

Von Elmar von Cramon, 07.03.2017.

Braunschweig. Das Spitzenspiel wurde seinen Erwartungen gerecht: In einer packenden, kurzweiligen Fußball-Zweitligapartie trennte sich Eintracht vom VfB Stuttgart vor 23 000 Zuschauern mit 1:1 (1:1). Carlos Mané brachte die Schwaben schon nach drei Minuten in Führung, die Ken Reichel per Foulelfmeter kurz vor der Halbzeit ausgleichen konnte (42.). Während die Stuttgarter mit 48 Punkten Tabellenführer bleiben, machen die Löwen einen Zähler auf den Erzrivalen aus Hannover gut.

„Wir hatten uns vorgenommen, ein gutes Spiel abzuliefern, das hat meine Mannschaft gezeigt, auch wenn wir nicht fehlerfrei gespielt haben“, war Torsten Lieberknecht insgesamt zufrieden. In der Tat hatte die Partie denkbar schlecht für die Löwen begonnen: Mané nutzte schon nach drei Minuten eine missglückte Rückgabe von Reichel (3.). Danach wirkten die Löwen erst geschockt und mussten den äußerst ball- und kombinationssicheren Schwaben zunächst das Feld überlassen. Dann wendete sich das Blatt jedoch und Eintracht trat zunehmend selbstbewusster auf. Von den Zuschauern angefeuert, beschworen die Löwen immer wieder Gefahr im gegnerischen Strafraum herauf und bekamen nach einem Foul von Emiliano Insua an Hendrick Zuck im Sechzehnmeterraum einen Elfmeter zugesprochen: Mirko Boland lief an, scheiterte aber am sehr gut reagierenden VfB-Torwart Mitchell Langerak (31.).
Kurz darauf erhielten die Löwen jedoch eine zweite Chance vom Punkt, nachdem Marcin Kaminski Gustav Valsvik am Trikot zu Boden gerissen hatte und mit Gelb-Roter Karte vom Platz musste (42.). Diesmal übernahm Reichel die Verantwortung und verwandelte zum längst verdienten Ausgleich: „Die Mannschaft hat eine tolle Moral gezeigt, vor Ken ziehe ich den Hut, dass er den Mut hatte, nach seinem Fehler hinzugehen und das Ding zu verwandeln“, lobte Lieberknecht. VfB-Coach Hannes Wolf war nach den turbulenten 15 Minuten vor der Pause derweil froh, keinem Rückstand hinterherlaufen zu müssen: „Wir haben uns mit einem glücklichen Unentschieden in die Pause gerettet.“
Nach dem Wechsel versuchten die Löwen, den Tabellenführer geduldig aus der Reserve zu locken. Die Stuttgarter verteidigten jedoch tief in der eigenen Hälfte und ließen im Strafraum kaum etwas anbrennen. Torraumszenen wurden in der Schlussphase zunehmend Mangelware, sodass beide Teams ihre Serie an ungeschlagenen Spielen fortsetzen konnten. „Wir sind mit dem Punkt nach diesem Spielverlauf total zufrieden“, erklärte Wolf nach der Partie. Auch Lieberknecht war angesichts der Stuttgarter Qualitäten mit dem Spielausgang alles andere als unglücklich, auch weil die Löwen sich nicht auskontern ließen: „In der zweiten Halbzeit war die latente Gefahr des Konters immer zu spüren, weil das zur Spielphilosophie der Stuttgarter gehört. Wir sind mit dem Punkt gegen den Tabellenführer zufrieden.“
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