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Eintracht empfängt den MSV Duisburg

Sind nach der 0:1-Niederlage beim FC St. Pauli sichtlich total enttäuscht: Die Eintracht-Spieler (v.l.) Mirko Boland, Jan Hochscheidt und Patrick Schönfeld. Foto: Eibner

2. Fußball-Bundesliga: „Es fehlt der letzte präzise Pass“ – Reichel und Ofosu-Ayeh sind angeschlagen.

Von Elmar von Cramon, 04.03.2016.

Braunschweig. Nach der 0:1-Niederlage am Donnerstag gegen den FC St. Pauli haben Eintrachts Zweitliga-Fußballer den Kontakt zur Verfolgergruppe des Spitzentrios verloren. Im Heimspiel gegen den MSV Duisburg (Sonntag 13.30 Uhr) soll deshalb ein Sieg her, um sich angesichts von zehn Punkten Rückstand zumindest eine theoretische Chance auf den dritten Tabellenplatz zu bewahren.

„Wir können mit unserem Spiel gegen St. Pauli sowohl in der ersten als auch in der zweiten Halbzeit zufrieden sein und waren über weite Strecken der Partie die bessere Mannschaft“, ärgert sich Marc Arnold über die knappe Niederlage beim FC St. Pauli.
Trotz des „glücklichen Siegs“ für die Hausherren sah Eintrachts sportlicher Leiter beim Löwenteam aber auch einige Defizite: „Es fehlt der letzte präzise Pass, um eine Großchance einzuleiten. Wie schon gegen den FSV Frankfurt ist es uns nicht gelungen, die grundsätzlich gut vorbereiteten Angriffe erfolgreich zu Ende zu spielen.“
Angesichts des größer gewordenen Abstands zu Platz drei sieht der 45-Jährige den Relegationsrang fast schon außer Reichweite: „Den dritten Platz zu erreichen, wird jetzt ganz schwer. Nichtsdestotrotz haben wir als Saisonziel ausgegeben, die Spielzeit besser abzuschließen als im Vorjahr und arbeiten daran, dieses Ziel zu erreichen.“
Für den Gast aus Duisburg droht hingegen die Abstiegsrelegation in weite Ferne zu rücken, was die Mannschaft von Ilja Gruev jedoch nicht davon abhält, die anderen Teams zu „ärgern“, wie jüngst beim 3:3 in Frankfurt geschehen.
„Einen Gegner, der beim FSV Frankfurt nach einem 1:3 zurückkommt, sollte man nicht unterschätzen. Allerdings wollen wir den Tabellenletzten auch nicht stärker reden, als er ist“, erhofft sich Marc Arnold gegen die „Zebras“ einen dreifachen Punktgewinn.
Zum Abschluss der „Englischen Woche“ müssen die Löwen allerdings mit einem Regenerationstag weniger auskommen. Angeschlagen sind Phil Ofosu-Ayeh und Ken Reichel, die ihre Blessuren aus Hamburg mitbrachten, morgen aber wieder zur Verfügung stehen sollen.
So könnten sie am Sonntag gegen Duisburg spielen: Gikiewicz - Correia, Decarli, Baffo - Reichel, Boland, Matuschyk, Omladic (Ofosu-Ayeh) - Holtmann (Hochscheidt), Khelifi - Tietz (Kumbela).
Torsten Lieberknecht zum Spiel bei St. Pauli
Mit dem Mut der Verzweiflung zog St. Pauli-Angreifer John Verhoek acht Minuten vor Schluss aus der Distanz ab und überwand Rafal Gikiewicz damit zum Treffer des Tages. Der Eintracht-Keeper sah beim Gegentor unglücklich aus, weil die Kugel vor ihm auf dem Rasen aufsprang und anschließend mit veränderter Flugbahn ins Netz rauschte.
Bis zum Gegentor hatten die Löwen vieles richtig gemacht und sich gegen die Hamburger defensiv weitestgehend sattelfest präsentiert
Auch Torsten Lieberknecht wollte seinem Team das Bemühen nicht absprechen: „Ich kann meiner Mannschaft kaum keinen Vorwurf machen. Wir hätten in der einen oder anderen Situation allerdings ruhiger agieren müssen.“
Trotz der Niederlage sprach der Eintracht-Coach von einem „taktisch interessanten Spiel, in das wir viel investiert haben.“
Nur allzu gerne hätte der 42-Jährige die 25-jährige Durststrecke ohne Sieg am Millerntor durchbrochen, auch um im Kampf um Platz drei vielleicht doch noch ein Wörtchen mitreden zu können: „Ich denke, das können wir jetzt komplett ad acta legen. Nun ist es die Pflicht meiner Spieler, die Aufgabe gegen Duisburg höchstkonzentriert anzugehen und diese Niederlage sofort aus den Kleidern zu kriegen.“
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