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Eintracht-Damen verlieren Zweitliga-Derby gegen Hannover

Lena Hoffarth (links) wehrte sich mit 19 Punkten gegen die am Ende unvermeidliche Niederlage. Foto: Ammerpohl

Basketball: TKH-Center Stefanie Grigoleit dominiert in der Alten Waage.

Von Christoph Matthies, 31.01.2015.

Braunschweig. Im ersten Heimspiel des Jahres wollten sich die Eintracht-Basketballerinnen natürlich in guter Verfassung präsentieren. Beim 65:80 (36:45) gegen den TK Hannover am Samstagabend war der Gegner aus der Landeshauptstadt allerdings personell einfach zu stark besetzt.

Trotz der am Ende recht deutlichen Niederlage war Cheftrainer Andreas Hundt mit seinem Team nicht gänzlich unzufrieden. „Wir haben gut angegriffen, aber nicht gut verteidigt“, bewertete Hundt etwa die erste Halbzeit, als immerhin 36 Punkte gelangen – dem Gegner allerdings derer 45.

Dass es schwer werden würde gegen den Tabellennachbarn aus Hannover war vor der Begegnung klar. Ohne Aufbau-Ass Britta Hueske-Böcher, die nur für zwei Spiele in den Zweitliga-Betrieb zurückgekehrt war, sowie ohne die Nachwuchskräfte Caroline Clifford (Studium) und die kurzfristig wegen einer Verletzung ausgefallene Melody Haertle mussten die Blau-Gelben einer nominell extrem stark besetzten Gästemannschaft Paroli bieten. Vier Amerikanerinnen stehen in den Reihen des TKH, wovon Center-Spielerin Whitney Wright in Braunschweig allerdings nicht eingesetzt wurde.

Die Eintracht war also auch auf außergewöhnliche individuelle Leistungen angewiesen, um eine Chance zu haben. Und die bekam sie in Person von Lena Hoffarth, die besonders in der ersten Halbzeit viel Verantwortung übernahm. Mit einem ansehnlichen Mitteldistanzwurf mit Brett erzielte die 1,81 Meter große Flügelspielerin nach sechs Minuten gar die erste Führung für den BTSV (13:12). Nach einem Korb von der wie immer energiegeladen zu Werke gehenden Jessica Weber und einem Fastbreak-Korbleger von Hoffarth stand es gar 19:15 für das gastgebende Team. „Lena hat mir heute sehr gut gefallen. Sie war sehr couragiert, auch wenn sie nicht immer belohnt wurde“, lobte Coach Hundt die 24-Jährige, die an diesem Abend mit 19 Punkten beste Scorerin der Eintracht wurde.
Nachdem Insa Brokmann kurz vor der Sirene einen Dreier im Netz versenkt hatte, bendete der Gastgeber das erste Viertel mit einer Vier-Punkte-Führung (26:22) – und das, obwohl US-Aufbauspielerin Sade Jackson nach einem Sturz zu Beginn lange Zeit auf der Bank platznehmen musste, um ihre Wunden zu lecken.

Als Insa Brokmann kurz nach Wiederanpfiff einen weiteren Dreier traf und Lena Hoffarth beherzt am Korb vollendete, kam beim Stand von 31:24 sogar die leise Hoffnung in den an diesem Abend etwas spärlich gefüllten Zuschauerreihen der Alten Waage auf, dass hier etwas gehen könnte. Doch nun drehten die Hannoveranerinnen auf. Ganz besonders eine TKH-Spielerin war schon in der ersten Halbzeit nicht zu stoppen. Stefanie Grigoleit hatte zur Pause bereits 21 Punkte und 10 Rebounds abgeliefert, am Ende stand für die 25-Jährige mit Erstliga-Erfahrung ein wahres „Monster-Double-Double“ (31 Punkte, 19 Rebounds) zu Buche.

„Es war mir klar, dass wir irgendwann einbrechen würden“, sagte Hundt nach der Partie hinsichtlich seiner kurzen Bank. Schon zur Halbzeit hatten sich die Gäste auf 45:36 abgesetzt, nach dem dritten Viertel war die Führung auf 14 Punkte (63:49) angewachsen. Zwar konnte sich die Eintracht über die Partie gesehen mehr Würfe erarbeiten als der TKH (77:70), eine Wurfquote von 35 Prozent war am Ende aber zu wenig. „Man hat auch gemerkt, dass wir hier neue Körbe haben, auf die wir auch noch nicht so oft geworfen haben“, nahm Hundt seine Spielerinnen in Schutz. Vor allem US-Center Brittany Obi-Tabot erwischte mit acht Punkten (4/13 Würfe) nicht ihren besten Abend.

Durch die Niederlage ist der TK Hannover in der Tabelle an der Eintracht, die jetzt auf Platz neun rangiert, vorbeigezogen. Am kommenden Sonntag gastieren Hoffarth, Jackson und Co. beim punktgleichen Tabellenachten in Wuppertal.

Eintracht-Punkte: Hoffarth 19, Jackson 16, Weber 11, Brokmann 9, Obi-Tabot 8 (9 Rebounds), Therre 2.
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