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Eintracht-Damen machen den Klassenerhalt auch offiziell klar

Eintrachts Dinah Fröhlich zwingt Hannovers Torfrau zu einer Parade. Foto: Ammerpohl

Hallenhockey: Mit 4:1 besiegt Braunschweigs Bundesligist den Absteiger aus Hannover.

Von Christoph Matthies, 17.01.2015.

Braunschweig. Nach ihrem 4:1 (0:0)-Erfolg im Heimspiel am Freitagabend gegen den Derby-Rivalen DHC Hannover haben die Eintracht-Damen am vorletzten Spieltag der Hallenhockey-Bundesliga auch rechnerisch den Klassenerhalt geschafft. Am Sonntag reist die Mannschaft zum Saisonfinale nach Hamburg.

In Sachen Abstieg konnte schon vor der Partie nichts mehr anbrennen, zu groß war der Vorsprung der Eintracht im Torverhältnis gegenüber den noch sieglosen Hannoveranerinnen. Trotzdem erwartete Trainer Carsten Alisch von seinen Spielerinnen im Prestigeduell eine gute Leistung – und wurde erst nach dem Seitenwechsel erhört. „In der ersten Halbzeit waren wir richtig schlecht“, fasste der Coach die ersten 30 Minuten der Blau-Gelben zusammen.

Tatsächlich hatte die Eintracht auch in Durchgang eins mehr vom Spiel, konnte die Feldüberlegenheit jedoch in nur wenige Torchancen ummünzen. Anna Krause und Inga Matthes hatten die Führung auf dem Schläger, scheiterten aber an Hannovers immer wieder schnell aus dem Kasten eilender Torfrau. Der Gast aus der Landeshauptstadt blieb lange blass, brauchte 23 Minuten bis zur ersten echten Chance. Fortan häuften sich allerdings die Gelegenheiten, und nach einem Pfostenschuss von U18-Nationalspielerin Laureen Busche rund eine Minute vor der Halbzeitpause konnte die Eintracht sogar froh sein, nicht mit einem Rückstand in die Kabine gehen zu müssen.

Nach der Pause agierten die Gastgeberinnen zielstrebiger, nutzten die nun größeren Freiräume mit präzisen Pässen. „Man hat gesehen, wie schwer wir uns tun, wenn wir das Spiel machen müssen und der Gegner nur reagiert. Deswegen haben wir in der zweiten Halbzeit etwas defensiver gespielt, um denen ein bisschen mehr den Ball zu überlassen“, erklärte Alisch hinterher den Plan, der nach Wiederanpfiff schon früh Früchte trug. Spielmacherin Anna Krause passte den Ball in der 32. Minuten nach Rechtsaußen, von wo Inga Matthes aus spitzem Winkel das 1:0 erzielte. Nicht einmal zwei Minuten später bereitete die Torschützin das 2:0 von rechts vor, als sie Lotte Kanz in der Mitte fand, die cool vollstreckte.

Spannend wurde es noch einmal, als die Gäste nach einer kurzen Ecke erneut den Pfosten trafen und in der 48. Minute gar den Anschlusstreffer erzielten: Laureen Busche ließ der ansonsten starken BTSV-Torfrau Vicky Wiedermann nach beherztem Alleingang keine Chance. Für Beruhigung der rund 200 Fans in der Turnhalle der IGS Weststadt sorgte zehn Minuten vor Schluss der sehenswerteste Treffer der Partie. Inga Matthes schlenzte vom Schusskreis aus halbrechter Position den Ball in den linken Winkel – nichts zu halten für Hannovers Torhüterin. Sechs Minuten vor Schluss gelang Carolina Lang mit ihrem 4:1 die Entscheidung. Da konnte dann auch Alisch, der seine Mädels zwischendurch sogar aufgefordert hatte, doch bitte wieder Hockey zu spielen, zufrieden sein. „Da sind dann noch ein paar schöne Törchen dabei gewesen. Wenn wir einfach gespielt haben, haben wir Tore geschossen“, resümierte der Coach.

Beim Saisonfinale am Sonntag (12 Uhr) will die Eintracht, mit drei Siegen Tabellenfünfter der sechs Teams umfassenden Nordgruppe der Bundesliga, dem Tabellenzweiten Harvestehuder THC noch ein Bein stellen. Die weiterhin sieglosen Hannoveranerinnen stehen dagegen selbst mit einem Heimerfolg am Sonntag gegen Großflottbek als Absteiger fest.

Für die Eintracht trafen:
1:0 Inga Matthes (32.)
2:0 Lotte Kanz (33.)
3:1 Inga Matthes (52.)
4:1 Carolina Lang (54.)
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