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„Einfach ein Tor mehr schießen“

Ken Reichel kehrt nach seiner Sperre zurück. Foto: Hübner

Lieberknecht hofft auf ersten Sieg seit 25 Jahren – Arnold erwägt weitere Neuverpflichtung.

Von Elmar von Cramon, 12.08.2016.

Braunschweig. Mit Spannung gehen die Zweitligakicker in die Auswärtspartie beim FC St. Pauli (Samstag, Anstoß 15.30 Uhr). Traditionell stellt die Partie bei den Kiezkickern eines der Saisonhighlights dar und wird wie in den Jahren zuvor am Millerntor vor stattlicher Kulisse über die Bühne gehen.

„Wir wissen, dass uns ein ausverkauftes Haus erwartet. St. Pauli hat sein erstes Spiel in Stuttgart sehr sehr unglücklich verloren. Bis zum 1:1 waren sie die klar bessere Mannschaft und haben sehr beeindruckend gespielt“, weiß Torsten Lieberknecht um die Schwere der Aufgabe und die Stimmung im Stadion am Millerntor: „Sie haben ein Publikum, was sie nach vorne peitschen wird, das kennen wir aus den letzten Jahren.“ Seine Mannschaft sieht er gefordert, neben der richtigen kämpferischen Einstellung auch die geeignete taktische Marschroute mitzubringen: „Es wird auf viele Kleinigkeiten ankommen, wir müssen zusehen, dass wir unsere Defensivprinzipien umsetzen und die Automatismen in der Offensive verbessern.“

Das diesjährige Team der Hamburger stuft der Eintracht-Coach ligaweit im „oberen Drittel“ ein, das durch diverse Neuzugänge vor allem „an Geschwindigkeit hinzugewonnen hat“. Dementsprechend fordert er von jedem seiner Spieler maximalen Einsatz: „Individuell seine Topleistung abzurufen, wird nötig sein, um dort zu bestehen.“

Der 43-Jährige freut sich heute auch auf das Wiedersehen mit seinem Trainerkollegen Ewald Lienen, der „wie die Faust aufs Auge“ zu den Kiezkickern passe: „Er ist ein Kind der Bundesliga und war immer eine Persönlichkeit.“ Einzig vor der Begrüßung hat der 43-Jährige ein wenig Respekt: „Ich freue mich darauf, ihn morgen zu sehen, auch wenn die Umarmung sehr schmerzhaft wird, weil er doch sehr fest zudrücken kann“, scherzt Lieberknecht.

Weniger zum Lachen ist aus seiner Sicht die Bilanz gegen die Hamburger: Seit 1991(!) gelang den Blau-Gelben dort kein Sieg mehr: „Einfach mal ein Tor mehr schießen, würde helfen, die Bilanz ist wirklich nicht so ruhmreich.“ Eng ist bei den Blau-Gelben inzwischen der Kampf um die Kaderplätze: Ken Reichel kehrt nach abgelaufener Sperre zurück, seit dem Auftaktspiel gibt es keine weiteren Ausfälle zu beklagen. Neben Marcel Correia (Trainingsrückstand) fällt lediglich Suleiman Abdullahi (Reha nach Knie-OP) aus. Ob die Löwen deshalb nochmals auf dem bis Ende des Monats geöffneten Transfermarkt aktiv werden, ist derweil offen aber nicht unwahrscheinlich: „Es ist in der Tat so, dass wir die Überlegung haben, im Offensivbereich nochmal nachzulegen. Wir werden sehen, was die nächsten zwei Wochen noch bringen“, erklärt der sportliche Leiter Marc Arnold.
So könnten sie spielen: Fejzic – Reichel, Valsvik, Baffo, Ofosu-Ayeh – Boland, Schönfeld, Moll(Omladic), Khelifi – Kumbela (Ademi), Biada
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1 Kommentar
6
Max Lueders aus Bad Harzburg | 13.08.2016 | 13:32  
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