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„Einer der dienstältesten Trainer Europas“

D-Jugend-Coach Klaus Breitkopf vom BSC Acosta wünscht sich ein „Klassentreffen“ der Fußballgenerationen.

Von Christoph Matthies, 11.09.2011

Braunschweig. Er ist ein echtes Urgestein: Seit 1967 ist Klaus Breitkopf Mitglied des Braunschweiger SC (seit der Fusion 2008: BSC Acosta), 1976 übernahm er die D-Jugend-Fußballer des Vereins. In dieser Saison betreut der 56-Jährige bereits seine 35. D-Jugend. Rund 700 Kinder hat er in dieser Zeit ausgebildet.

„Ich behaupte mal, ich bin einer der dienstältesten Trainer Europas“, denkt der Fußballkenner schmunzelnd an die Jahre bei „seinem“ Verein zurück. Mittlerweile ist ihm die Arbeit mit den elf- und zwölfjährigen Nachwuchskickern regelrecht in Fleisch und Blut übergegangen. Auf die Nachfrage, ob eine neue fußballerische Herausforderung ihn nicht doch noch einmal reizen würde, muss Breitkopf nicht lange überlegen: „Ich könnte mir gar nicht vorstellen, in einem anderen Verein Jugendarbeit zu machen oder für Geld eine Herrenmannschaft zu trainieren.“ Die D-Jugendlichen seien im perfekten Alter, um die Grundlagen des Sports zu erlernen: „Mit Mädchen und Alkohol haben die Jungs noch nichts am Hut, aber sie sind alt genug, um modernen Fußball zu verstehen. Sie saugen alles begierig auf, was man ihnen beibringt. Und das macht auch als Coach einfach Spaß.“
Trotz seines Status als Trainer-„Dinosaurier“ ist Breitkopf Neuem gegenüber aufgeschlossen. Das beweist nicht nur seine Liebe zum Kurzpassspiel, wie es vom FC Barcelona praktiziert wird, sondern auch die mitunter unorthodoxen Trainingsmethoden. So erinnert sich der reisefreudige „Best-Ager“ etwa an eine Übungseinheit, bei der eine Ballett-Dramaturgin und ein Tänzer die Kinder in unbekannte Sphären der Körperbeherrschung entführten. Auch eine Stereoanlage gehört in Breitkopfs Kabine längst zum festen Mobiliar – die Kinder bringen ihre eigene Musik mit. „Zum Pushen“, erläutert der Trainer, der oft eigentlich viel lieber Spring-steen als Hip-Hop hören würde.
Stundenlang kann Breitkopf über die Jahrzehnte auf dem Franzschen Feld erzählen, vor allem über die Jungs, von denen einige später erfolgreiche Fußballer wurden. Mit vielen steht er noch in Kontakt, andere hat er aus den Augen verloren. „Ich würde gern wissen, was aus den ganzen Jungs geworden ist“, erläutert der Trainer, der deshalb im Winter eine Art „Klassentreffen“ organisieren möchte. Klaus Breitkopf würde sich freuen, wenn „seine Jungs“ ihm eine E-Mail schreiben würden (K.Breitkopf@gmx.de), um gemeinsam mit ihm ein Treffen auf die Beine zu stellen.
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