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„Eine Führung über die Zeit bringen“

Überzeugte bei seinem Punktspieldebüt: Eintrachts Özkan Yildirim. Foto: Susanne Hübner

Fußball: Eintracht am Freitag bei Union Berlin – Bereits 1600 Auswärtstickets verkauft.

Von Elmar von Cramon, 12.09.2017.

Braunschweig. Nach dem 1:1 gegen den SV Sandhausen wartet mit dem Auswärtsspiel bei Union Berlin ein Saisonhighlight auf Eintrachts Zweitliga-Fußballer. Am Freitag stehen sich die Kontrahenten ab 18.30 Uhr gegenüber und wollen beide einen dreifachen Punktgewinn einfahren, um so in den Pulk an der Tabellenspitze vorzurücken.
Genau wie die Eisernen, die beim 2:3 in Düsseldorf in den Schlussminuten auf die Verliererstraße gerieten, war auch Eintracht mit dem 1:1 gegen den SV Sandhausen nicht zufrieden.

Zwar blieben die Löwen auch im fünften Saisonspiel ungeschlagen, konnten ihre Führung aber zum wiederholten Mal nicht über die Zeit bringen. „Wir haben es versäumt, die Möglichkeiten in Tore umzumünzen und waren am Ende nicht so sauber in der Torsicherung, wie wir es können, die Punkteteilung war verdient“, so Marc Arnold.
Der sportliche Leiter möchte künftig vor allem sehen, dass es gelingt, eine Führung bis zum Schluss über die Zeit zu bringen. „Aus den Spielen gegen Düsseldorf und Kaiserslautern hätten wir so vier Punkte mehr mitnehmen können und wären ganz oben dabei“, rechnet er vor. Allerdings warnt er davor, damit leichtfertig umzugehen: „Spielt man zu viele Unentschieden, kann sich die Drucksituation erhöhen.“
Insgesamt ist für ihn das Glas aber ebenso wie für Torsten Lieberknecht eher „halb voll“ als irgendetwas anderes, auch weil die Saison noch verhältnismäßig jung ist: „Frühestens ab dem zehnten Spieltag kann man eine Tendenz sehen, doch selbst nach der Winterpause kann sich noch vieles zum Positiven ändern, wie man am Beispiel St. Pauli oder Aue gesehen hat.“
Nun steht am Freitag das Duell mit den Hauptstädtern an, die für Arnold „ein klarer Aufstiegsaspirant“ sind. Während sich die Löwen zu Hause gegen die Eisernen in den vergangenen Jahren regelmäßig durchsetzen konnten, liegt der letzte Eintracht-Erfolg an der „Alten Försterei“ bereits gut fünf Jahre zurück. Diese Bilanz wollen die Blau-Gelben am Freitag verbessern: „In den vergangenen Jahren ist es uns leider nicht gelungen, dort etwas mitzunehmen. Es wird Zeit, dass das Pendel in unsere Richtung ausschlägt“, hofft der 46-Jährige auf einen positiven Ausgang.
Fehlen werden in Berlin voraussichtlich Julius Biada und Steve Breitkreuz (beide Reha) sowie Patrick Schönfeld. Abgewartet werden muss bei Max Sauer (Fußverletzung). Neuzugang Özkan Yildirim konnte bei seinem Punktspieldebüt überzeugen und bietet sich Torsten Lieberknecht als Offensivalternative an.
Trotz des Stimmungsboykotts eines Teils der Braunschweiger Fanszene bei Heimspielen hofft Arnold auf eine lautstarke Unterstützung der Blau-Gelben in der Hauptstadt: „Wir haben schon jetzt 1600 Auswärtstickets verkauft, das sind rund 200 mehr als in der vergangenen Saison.“
So könnten sie spielen: Fejzic - Reichel, Valsvik, Baffo - Boland, Samson, Moll, Hochscheidt (Becker) - Hernandez, Nyman (Abdullahi), Khelifi.
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