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„Ein Spiel mit besonderen Emotionen“

Getümmel im Strafraum: Beim 0:0 im Hinspiel in Hannover schenkten sich beide Mannschaften nichts. Foto: Susanne Hübner

1. Fußball-Bundesliga: Eintracht erwartet heute (15.30 Uhr) im Stadion Hannover 96 zum Niedersachsenderby.

Von Elmar von Cramon, 06.04.2014.

Braunschweig. Ein enormes Medieninteresse begleitete die Woche vor dem heute anstehenden Niedersachsenderby zwischen Eintracht und Hannover 96 in der 1. Fußball-Bundesliga.

Wenn die beiden Erzrivalen ab 15.30 Uhr aufeinandertreffen, soll nach den vielfach thematisierten Sicherheitsaspekten aber wieder das Sportliche im Vordergrund stehen. Dafür sorgten gestern der Sieg des VfB Stuttgart über den SC Freiburg und tags zuvor der Hamburger Erfolg über Leverkusen. Die Abstiegszone rückte enger zusammen und setzt die Kontrahenten im Eintracht-Stadion gleichermaßen unter Druck: Die Blau-Gelben müssen den Anschluss halten, während Hannover den Atem der Konkurrenz im Nacken spürt.

„Das ist ein Fußballspiel mit ganz besonderen Emotionen und einem ganz besonderen Hintergrund“, stellt Torsten Lieberknecht klar. Der Eintracht-Coach setzt vor allem auf die „wahnsinnige mentale Stärke“ seiner Mannschaft, die sich trotz gegenteiliger Prognosen auch weiterhin im Abstiegskampf am Leben hält und zuletzt deutlich aufsteigende Tendenz bewies: „Man merkt, dass bei anderen Teams teilweise die pure Angst vor dem Abstieg herrscht, und Angst lähmt oft.“

Den Gegner möchte er allerdings nicht anhand der jüngsten Negativserie beurteilen und bescheinigt der Mannschaft von der Leine „eine sehr gute defensive Grundordnung im 4-4-2-System, offensivstarke Außen und ein sehr starkes Umschaltspiel.“
Vom hohen Medieninteresse und der Sicherheitsdebatte wollen sich der 40-Jährige und sein Team nicht ablenken lassen: „Wir können das filtern und haben großes Vertrauen, dass alles so gestaltet ist, damit wir ein schönes Fußballspiel sehen.“ Die Bedeutung sei aber jedem einzelnen seiner Akteure klar: „Spieler, die nach Braunschweig wechseln, werden ganz schnell damit konfrontiert, welche Bedeutung das Derby hat“, so Lieberknecht, der beim 2:0-Sensationssieg im DFB-Pokal 2003 noch als Spieler gegen den damaligen Bundesligisten auf dem Platz stand.

Ein Fragezeichen steht noch hinter dem Mitwirken von Ermin Bicakcic (Handbruch) und Damir Vrancic (Nasenbeinbruch). Bestimmt fehlen werden die Langzeitverletzten Marjan Petkovic, Salim Khelifi, Torsten Oehrl und Gianluca Korte. Auch Marc Pfitzner, der seinen Kontrakt unter der Woche bis 2016 verlängerte, fällt wegen zweier angebrochener Rippen aus. Anhaltende Leistenprobleme zwingen wohl auch Karim Bellarabi zum erneuten Aussetzen: „Diese Verletzung hat ihn schon zu Leverkusener Zeiten beschäftigt“, bedauert Lieberknecht. Erfreulich findet der Coach , dass Kapitän Dennis Kruppke wieder mit an Bord ist: „Er hat nach seiner Einwechslung in Leverkusen eine gute Reaktion gezeigt.“

So könnten sie spielen: Davari - Reichel, Correia, Bicakcic (Dogan), Kessel - Theuerkauf, Vrancic (Kratz) - Hochscheidt, Boland, Elabdellaoui (Kruppke) - Kumbela (Nielsen).
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