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Ein spätes Wiedersehen mit Istanbuls Kugelblitz

Nach drei Auswärtsspielen treten Tim Abromaitis (Foto) und seine Löwen heute endlich wieder in der VW-Halle an. Coach Raoul Korner hofft im Derby auf viel Unterstützung von den Rängen. Foto: T.A.

Basketball-Bundesliga: Die Löwen empfangen heute (17 Uhr) Göttingen.

Von Christoph Matthies, 16.11.2014.

Braunschweig. Gegen die BG Göttingen wollen die Löwen-Basketballer heute (17 Uhr) ihren vierten Saisonsieg feiern. Mit dem Aufsteiger reisen auch zwei alte Bekannte an die Oker.

Nach drei Jahren in Braunschweig wechselte Robert Kulawick im Sommer zurück nach Südniedersachsen. Enttäuscht von seinem letzten Jahr in der Löwenstadt, konnte es sich der ehemalige Kapitän nicht verkneifen, in einem Basketball-Magazin noch einmal ordentlich gegen Verein und Trainer auszuteilen. Vor Kulawicks heutiger Rückkehr angesprochen, wiegelt Raoul Korner ab. „Ich hab dem nie viel Bedeutung beigemessen“, sagt der Löwen-Headcoach, kann sich eine kleine Spitze dann aber doch nicht verkneifen, indem er auf Kulawicks ausbaufähige Leistungen in Göttingen verweist: „Wenn man solche Aussagen tätigt, dann sollte man ein bisschen was an Taten folgen lassen, und das ist bis jetzt nicht passiert.“

Leistungsträger beim Aufsteiger sind in der Tat andere. Alex Ruoff etwa, ein vielseitiger US-Flügelspieler, der am vergangenen Wochenende beim 93:84 gegen die Eisbären mit 35 Punkten die Liga überraschte. „Sie haben es versäumt, ihm von Beginn an auf den Füßen zu stehen“, nennt Korner einen Fehler, den sein Team vermeiden will. Denn sonst drohe durch den starken Distanzschützen (sieben Dreier gegen Bremerhaven) Ungemach: „Wenn ein Spieler mit seinen Scoring-Möglichkeiten heiß läuft, kann es ein langer Abend werden.“

Nach ihrem Auswärtssieg in Hagen treffen die Löwen erneut auf eine Mannschaft, die versucht, mit schnellem „Small Ball“ zum Erfolg zu kommen und stark von ihren Dreipunktewürfen abhängig ist. „Sie ballern relativ unbekümmert drauflos“, weiß Korner, der die Göttinger wie zuletzt Hagen ins Halbfeld zwingen möchte. „Wir müssen aufpassen, dass sie nicht ins Laufen kommen – im wahrsten Sinne des Wortes.“

Ein weiterer interessanter Spieler der Göttinger ist US-Profi Khalid El-Amin. Der 35-jährige „Kugelblitz“ im Aufbau dürfte an die VW-Halle noch schwache, aber gute Erinnerungen haben. Im Februar 2005 schenkte er den Braunschweigern in einer Europokal-Partie für Besiktas Istanbul 34 Punkte ein. Der Sieg ging damals allerdings an die Gastgeber – ein Kompromiss, mit dem Raoul Korner heute sicher leben könnte.
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