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„Ein schwer erkämpfter Sieg“

Mann des Tages in Aue: Eintrachts Domi Kumbela (l.). Foto: Eibner

Fußball: Nach dem 2:0 in Aue startet Eintracht gegen Sandhausen in die englische Woche.

Von Elmar von Cramon, 14.09.2016.

Braunschweig. Der 2:0-Erfolg bei Erzgebirge Aue war eines von mehreren Ausrufezeichen, die Eintrachts Zweitliga-Fußballer in der noch jungen Spielzeit bereits gesetzt haben. Nun steht mit der englischen Woche ein echter Härtetest an. Innerhalb von sieben Tagen müssen die Blau-Gelben gegen Sandhausen, Stuttgart und Düsseldorf ran.

„Das war ein schwer erkämpfter Sieg gegen eine Mannschaft, die es uns schwergemacht hat, unser Spiel umzusetzen“, lobt Torsten Lieberknecht die Sachsen, die Eintracht vor heimischem Publikum mächtig unter Druck gesetzt hatten, ihr deutliches Chancenplus aber nicht veredeln konnten. Weniger offensivstark, aber deutlich effektiver, hatte sich sein Team im Erzgebirge präsentiert und so das bessere Ende für sich behalten. „Mit zunehmender Spieldauer wussten wir, dass es darum gehen wird, das 1:0 zu verteidigen und dann den ’Lucky Punch‘ zu setzen“, freute sich der Eintracht-Coach darüber, dass dieser Plan letztlich aufging. Dennoch hatte er auch Kritik anzumelden: „Wir hatten wenig Ballbesitz, zu viele Bälle waren einfach zu schnell wieder weg.“

Mann des Tages war eindeutig Domi Kumbela, der zweimal eiskalt zuschlug. „Er hat sich in der Vorbereitung die Fitness geholt und besitzt deshalb ’Matchglück‘. Wir wussten, dass seine Verpflichtung kein Fehler war“, freut sich der 43-Jährige über den Erfolg Kumbelas, der in gewohnter Umgebung zu alter Treffsicherheit zurückgefunden hat: „Domi arbeitet hart für die Mannschaft und kann Spiele allein entscheiden. Nach dem Abgang von Emil Berggreen fehlte uns genau dieser Spielertyp.“
Auch auf anderen Positionen scheinen die Löwen nun so besetzt zu sein, dass bei personellen Veränderungen kein Qualitätsverlust entsteht. Onel Hernandez ersetzte den erschöpft vom Länderspiel zurückgekehrten Salim Khelifi in Klassemanier, auch die Hereinnahme von Mirko Boland für den diesmal schwachen Julius Biada zahlte sich aus: „Wir haben den Kader bewusst in diese Richtung umgebaut, auch wenn der Umbruch im vergangenen Jahr sicherlich größer war. Trotzdem hoffen wir, dass wir weniger Verletzungspech haben werden als in den Vorjahren“, ist Lieberknecht mit seiner Truppe zufrieden, die nach dem furiosen Saisonstart sicherlich bald mit der Aufstiegsfrage konfrontiert werden wird. „Wir nehmen die Tabelle als schöne Momentaufnahme mit, wollen ansonsten aber Spieltag für Spieltag abarbeiten“, sieht der Eintracht-Coach keine Veranlassung dazu, sich mit dem Thema zu beschäftigen. Den Fans gesteht Lieberknecht das Träumen von der ersten Liga allerdings augenzwinkernd zu: „Natürlich dürfen sie das! Besser solche schönen Träume, als Alpträume zu haben.“

Zunächst steht jedoch die englische Woche an, in der es laut Lieberknecht mit „hoher Wahrscheinlichkeit“ zu diversen personellen Wechseln kommen wird. Die erste „Etappe“ ist am kommenden Samstag das Heimspiel gegen den SV Sandhausen, der den Löwen in der vergangenen Spielzeit den Auftakt vermasselte: „Das war eine bittere 1:3-Niederlage, die schon wehgetan hat“, gibt er freimütig zu und warnt deshalb davor, die Aufgabe gegen die Elf vom Hardtwald zu unterschätzen: „Die Mannschaft ist größtenteils zusammengeblieben, hat aber einen neuen Coach mit einer neuen Spielidee.“
Um Ideen geht es Lieberknecht auch bei den laufenden Verhandlungen um seine Vertragsverlängerung: „Der Verein kennt die Ideen, die mir wichtig sind und die ich gerne umsetzen möchte. Dabei geht es um die Rahmenbedingungen in verschiedenen Bereichen, bei denen ich noch Luft nach oben sehe“, so der Fußball-Lehrer.
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