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Ein Punkt reicht für den sicheren Verbleib in der Bundesliga

Zweikampf aus dem Hinspiel: Wolfsburgs Paul-Georges Ntep (r.) wird von HSV-Spieler Albin Ekdal gefoult. Foto: regios24/Darius Simka

Fußball: Der VfL Wolfsburg muss am Samstag (15.30 Uhr) beim Hamburger SV antreten – Die Torjäger stehen im letzten Saisonspiel im Mittelpunkt.

Von Jörg Kleinert, 19.05.2017.

Wolfsburg. Krimi-Autor Alfred Hitchcock hätte das Drehbuch nicht spannender inszenieren können: Der Wahnsinn im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga wird am Samstag (15.30 Uhr) auf die Spitze getrieben. Der VfL Wolfsburg reist zum Relegations-Vermeidungsendspiel zum Hamburger SV.

Nur mit einem Sieg kann der HSV die Relegation verhindern, dann hätten die Hansestädter 38 Punkte und damit einen mehr als die „Wölfe“. Denen wiederum reicht ein Punkt für den sicheren Verbleib in der Bundesliga, dann bleibt der HSV auf dem ungeliebten 16. Platz.

Die Ausgangslage für die Wolfsburger ist also klar: Bloß nicht verlieren! Bei einer Niederlage muss der VfL darauf hoffen, dass Augsburg mit zwei Toren mehr Unterschied bei der TSG 1899 Hoffenheim verliert als man selbst. Derzeit stehen die Wolfsburger bei einer Tordifferenz von -17, Augsburg bei -16. Der FCA hat allerdings mehr Tore geschossen, so dass dem VfL eine gleiche Tordifferenz nichts nützt.

Ein Blick auf die Statistik und die Ergebnisse der vergangenen Spielzeiten dürften den Wolfsburgern Mut machen. Gemessen an den Zahlen sind sie für den HSV der falsche Gegner zum falschen Zeitpunkt. Wolfsburg gewann die letzten drei Gastspiele beim HSV.

Mehr noch: Der VfL ist sogar seit neun Auswärtsspielen in Hamburg ungeschlagen. Der HSV blieb in seiner Bundesliga-Geschichte noch nie zehn Heimspiele in Folge gegen einen Verein sieglos, Wolfsburg könnte der erste werden.

Womöglich stehen heute die Torjäger im Mittelpunkt: Die Wolfsburger hoffen auf ihren „Mr. Zuverlässig“, Mario Gomez. Der 31-jährige Nationalstürmer erzielte zehn seiner 16 Saisontore in den elf Partien unter Coach Andries Jonker.
Hamburgs in dieser Saison nur selten in Erscheinung getretener Torjäger Pierre-Michel Lasogga, letzten Samstag mit dem späten Tor zum 1:1 gegen Schalke der Hamburger „Matchwinner“, fällt beim entscheidenden Showdown um die direkte Rettung mit einer Verletzung im Adduktorenbereich aus. Bleibt die Hamburger Hoffnung auf Bobby Wood. Doch der US-Boy hat seinen Zauber in den vergangenen Wochen verloren: Von seinen ersten zwölf Bundesliga-Torschüssen landeten vier im Tor, von den anschließenden 27 Versuchen nur einer. Zum Vergleich: Bei Mario Gomez landeten von den letzten 27 Versuchen acht im Netz.
In der Vorbereitung auf das Entscheidungsspiel verzichtet VfL-Trainer Jonker auf besondere Maßnahmen. Der VfL bezieht kein Trainingslager in der Abgeschiedenheit, mentale Unterstützung für die Spieler von außen werde es auch nicht geben, sagte er zu Wochenbeginn. Er sehe bei seinen Spielern keinen Bedarf.

Trainieren ließ Jonker dagegen in zwei Gruppen. Ein Fingerzeig für die heutige Start-Elf? Womöglich, denn der Gruppe eins gehörten jene Akteure an, die Jonker auch in den vergangenen Wochen häufig in seine Startelf berief: Jannes Horn, Daniel Didavi, Robin Knoche, Vieirinha, Philipp Wollscheid, Yunus Malli, Maximilian Arnold, Yannick Gerhardt, Josuha Guilavogui, Luiz Gustavo, Mario Gomez, Paul-Georges Ntep, Jakub Blaszczykowski und Victor Osimhen.
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