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Ein kleines Finale zum Auftakt der Spielzeit

Die Lions-Abwehr wird dem Angriff den Rücken freihalten müssen, um siegreich vom Platz zu gehen. Foto (Archiv): Hübner

Football: Im Big6-Duell in Wien gegen die Vikings müssen die Lions gewinnen, wenn sie den Titel verteidigen wollen.

Von Daniel Beutler, 19.04.2016.

Braunschweig. Am Sonntag um 15 Uhr geht’s los. Die New Yorker Lions bestreiten bei den Vienna Vikings ihr erstes Pflichtspiel 2016. Als Titelverteidiger im europäischen Big6-Wettbewerb fahren die Braunschweiger mit den Ambitionen zur Titelverteidigung gen Österreich. Als Gast komplett ohne Spielpraxis, sind sie aber keinesfalls der Favorit in dem Spiel, bei dem es um viel geht. Verlieren die Lions, hat sich die Final-Teilnahme erledigt.

Die Underdog-Rolle jedenfalls passt Cheftrainer Troy Tomlin. Der Headcoach wurde die vergangenen Jahre nicht müde zu betonen, wie schwer das nächste Spiel werde und wie stark der Gegner sei – egal ob Aufsteiger oder Meisterschaftsanwärter.
Jetzt stimmt das nach langer Zeit mal wieder. Mit den Vikings wartet in der Alpenrepublik eine der Top-Mannschaften aus Europa auf die Lions. Ihr erstes Gruppenspiel im Big6-Wettbewerb gewannen die Österreicher beim französischen Vizemeister Les Argonautes d`Aix en Provence klar mit 42:0. „Dabei hat die Abwehr der Vikings die Hälfte der Punkte gemacht“, sieht Lions-Linebacker Kerim Homri den Angriff der Gastgeber nicht als unstoppbare Football-Gewalt. Er hat in der gegnerischen Offense-Line zudem einen Schwachpunkt ausgemacht. Hier lässt sich Druck aufbauen. Wenn auch ohne Homri – nach seiner Verletzung im Vorjahr darf er erst ab Mai wieder eingreifen und ist somit der einzige echte Ausfall für das Spiel in Wien. Evan Landi wird wie geplant im Mai zum Team stoßen.
In der heimischen Liga zeigten die Wiener derweil keine Schwäche. Ihre bisherigen drei Saisonspiele gewannen sie, stehen mit den Swarco Raiders Tirol gemeinsam an der Spitze der Liga. „Wir erwarten den amtierenden Euro-Bowl-Champion und sie waren in den vergangenen zwei Jahren die Mannschaft, die es in Deutschland und Europa zu schlagen galt. Sie haben den gleichen Trainerstab und die gleiche Tradition wie in den vergangenen Jahren. Also erwarten wir eine sehr starke Mannschaft am Sonntag“, sprach Cheftrainer Chris Calaycay auf der Vikings-Homepage den Lions seinen Respekt aus.
Respekt und Anerkennung schön und gut – nach der kurzen, wenn auch sehr intensiven Vorbereitung muss sich die Lions-Mannschaft diesen erst wieder neu verdienen. Vor allem der Angriff. Quarterback Grant Enders konnte sein Talent im Vorjahr nur andeuten, ehe eine Verletzung ihn außer Gefecht setzte. In der Folge bekam er hinter Casey Therriault wenig Spielpraxis. Mit Anthony Dable verließ einer der besten Wide Receiver Braunschweig. Wie gut Neuzugang Jan Hilgenfeldt, ohne Frage einer der besten deutschen Passempfänger, einschlägt, bleibt abzuwarten.
So können und müssen sich die Lions auf ihr Laufspiel verlassen. Runningback David McCants ist eine feste Größe, auf der sich das Fundament für einen Sieg bauen lässt. Und dann ist da ja noch die Abwehr, über die Homri selbstbewusst sagt: „Ich glaube, die ist noch besser als im Vorjahr.“
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